• Barberini-Eröffnungstermin steht fest: Eröffnung am 23. Januar 2017

Barberini-Eröffnungstermin steht fest : Eröffnung am 23. Januar 2017

Der Palast Barberini wird im kommenden Jahr offiziell eröffnet: Die Impressionistenausstellung in Hasso Plattners Kunstmuseum in Potsdam ist ab dem 23. Januar 2017 zu sehen.

Die Bauarbeiten am Museum Barberini sollen im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein. Im Januar 2017 soll das Museum dann öffnen.
Die Bauarbeiten am Museum Barberini sollen im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein. Im Januar 2017 soll das Museum dann öffnen.Foto: A. Klaer

Potsdam - Den 23. Januar 2017 dürfen sich Kunstinteressierte aus aller Welt rot im Kalender anstreichen. An diesem Tag soll das von SAP-Mitbegründer und Mäzen Hasso Plattner gestiftete Kunstmuseum im Palast Barberini offiziell eröffnet werden. Den Termin gab das Museum am Dienstag bekannt.

Eröffnungsausstellung: „Impressionisten. Die Kunst der Landschaft“ 

Auch der Titel der von der Kunstwelt mit Spannung erwarteten Eröffnungsausstellung steht jetzt fest: „Impressionisten. Die Kunst der Landschaft“ heißt die erste Schau in dem repräsentativen Gebäude, das Plattner derzeit nach historischem Vorbild neben dem Landtagsschloss in der Potsdamer Mitte errichten lässt. Gezeigt werden unter anderem Werke von Monet, Renoir, Nolde, Liebermann und Munch. Die Bilder stammen sowohl aus Leihgaben internationaler Museen und Privatsammlungen als auch aus Plattners eigener Sammlung. Letztere ist erstmals überhaupt öffentlich zu sehen. Nach seinen Angaben umfasst sie mehr als 250 Bilder, etwa 150 davon sind museumsreif. Ausstellen will Plattner nicht nur Werke der berühmten Impressionisten, sondern auch ihrer Nachfolger. So werde die nachimpressionistische Entwicklung der französischen Kunst etwa mit Bildern von Maurice de Vlaminck, André Derain und Auguste Herbin dokumentiert, wie Museumssprecherin Johanna Köhler erklärte. Ein eigener Raum sei zudem Künstlern der amerikanischen Moderne gewidmet, die einen weiteren Schwerpunkt in Plattners Sammlung bilden. Berühmtester Vertreter dieser Stilrichtung ist Jackson Pollock.

Auch Plattners inzwischen 80 Werke umfassende Sammlung ostdeutscher Kunst soll in thematisch wechselnden Präsentationen zu sehen sein. Zum Auftakt wird der Fokus auf den Maler und Bildhauer Wolfgang Mattheuer gelegt, dessen monumentale Skulptur „Der Jahrhundertschritt“ im Hof des Museums Barberini aufgestellt werden soll.

Die Eröffnungsausstellung ist bis zum 28. Mai 2017 zu sehen, der Eintritt soll zwölf, ermäßigt acht Euro kosten. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen gar nichts. Geöffnet ist das Haus täglich von 11 bis 19, donnerstags sogar bis 22 Uhr. Für Schulkassen sind an den Vormittagen Sonderöffnungszeiten geplant.

Wechselnde Ausstellungen im Museum Barberini geplant

Nach dem Ende der Schau sollen im Museum Barberini wechselnde Ausstellungen in internationalen Kooperationen gezeigt werden, die sich jeweils einzelnen Themen, Künstlern oder Epochen widmen – von der Malerei der Alten Meister bis zur Kunst des 21. Jahrhunderts. Die neue Direktorin des Museums, Ortrud Westheider, soll ihr Amt Ende April dieses Jahres antreten. Bislang leitet sie das Bucerius Kunst Forum in Hamburg.

Der 1771/72 von Carl von Gontard errichtete Palast Barberini war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Den äußerlich weitgehend originalgetreuen Wiederaufbau finanziert die Hasso Plattner Förderstiftung, die auch Träger des Museums sein wird. Der Mäzen, der auch für die Knobelsdorff-Fassade des benachbarten Landtagsschlosses 20 Millionen Euro gespendet hat, wollte das Haus nach seinem Tod zum ständigen Sitz seiner Sammlung machen. Ob es dazu kommt, ist noch unklar. Plattner befürchtet einen Wertverlust durch das neue Kulturgutschutzgesetz.

 

 

 

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