• Arbeitsmarkt in Potsdam: Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter langsam

Arbeitsmarkt in Potsdam : Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter langsam

Obwohl die Arbeitslosenzahlen im September weiter zurückgehen, bleiben sie wegen der Corona-Pandemie hoch. Erstmals liegen auch Zahlen zur Kurzarbeit in der Region Potsdam vor.

Arbeitsagentur und Jobcenter Potsdam liegen am Horstweg.
Arbeitsagentur und Jobcenter Potsdam liegen am Horstweg.Foto: Sebastian Gabsch PNN

Potsdam – Der durch die Corona-Pandemie gebeutelte Arbeitsmarkt in Potsdam erholt sich, wenn auch nur langsam. Wie die Arbeitsagentur Potsdam mitteilte, waren im September in der Landeshauptstadt 5993 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 123 Personen weniger als noch im August, aber 1034 Menschen mehr als noch vor einem Jahr. Aktuell beträgt die Arbeitslosenquote in Potsdam 6,2 Prozent – 1 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Im Vergleich zum August 2020 ist sie allerdings um 0,1 Prozent gesunken.

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Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen und damit die Arbeitslosigkeit beendet haben im September in Potsdam insgesamt 494 Personen – 39 Menschen mehr als das noch vor einem Jahr getan haben. „Wir wissen von aufgeschobenen Einstellungen, die im Frühjahr oder Sommer nicht umgesetzt und jetzt nachgeholt werden“, sagt Doreen Ließ, Sprecherin der Potsdamer Arbeitsagentur, zur Situation in und um Potsdam. Besonders stark seien derzeit Arbeitskräfte im Baubereich gefragt, vorrangig im Ausbau und im Straßenbau. Ebenfalls sei die Nachfrage im öffentlichen Dienst und der Lagerlogistik hoch.

Auch Zahlen zur Kurzarbeit liegen erstmals vor

Erstmals liegen der Arbeitsagentur auch aussagekräftige Zahlen zur Kurzarbeit im März vor. Demnach haben in Potsdam, Brandenburg an der Havel, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming 2312 Unternehmen Kurzarbeitergeld bezogen. Betroffen gewesen seien 14.960 Beschäftigte. Sie hätten vorrangig in der Gastronomie, der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie sowie im Einzelhandel gearbeitet.

Auch für den April und Mai gibt es bereits erste Hochrechnungen. Sie zeigen, dass die bisher größte Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld wahrscheinlich im April liegen wird, so die Arbeitsagentur. 4170 Betriebe und 31.118 Beschäftigte waren in diesem Monat betroffen. Im Mai gingen die Zahlen allerdings wieder zurück: 3660 Firmen mit 27.406 Mitarbeitern bezogen Kurzarbeitergeld.

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