• Alkoholmissbrauch unter Kindern und Jugendlichen : Kampagne gegen "Komasaufen" gestartet

Alkoholmissbrauch unter Kindern und Jugendlichen : Kampagne gegen "Komasaufen" gestartet

Jedes Jahr kommen bundesweit zehntausende Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Die neue Kampagne "bunt statt blau" der DAK soll auf die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums aufmerksam machen. 

Starker Alkoholkonsum gehört für viele Jugendliche zu einem tollen Partyabend.
Starker Alkoholkonsum gehört für viele Jugendliche zu einem tollen Partyabend.Foto: picture alliance / dpa

Potsdam - Mit Kreativität gegen das "Komasaufen" – unter dem Titel „bunt statt blau“ startet die DAK-Gesundheit in Potsdam eine neue Kampagne, um Jugendliche vor übermäßigem  Alkoholkonsum zu warnen. Allein 2018 kamen bundesweit etwa 20500 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, in Potsdam waren es 17, wie aus einer Pressemitteilung der DAK hervorgeht. Aktuellere Zahlen liegen auf Nachfrage nicht vor. Damit sich Potsdamer Schüler:innen den Gefahren des "Komasaufens" bewusst werden, lässt die DAK sie in der neuen Kampagne kreativ werden. Alle Schulen in der Region Potsdam sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis zum 30. April Plakate entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne, die sich an Schüler:innen zwischen 12 und 17 Jahren richtet, ist die „Aktion Glasklar“, die seit 18 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. Seit 2010 haben bundesweit mehr als 110000 Schüler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus Potsdam. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. Ziel ist es, dass die Schüler:innen durch die Plakatgestaltung über das Thema Alkoholmissbrauch ins Gespräch kommen. Unterstützt wird die Kampagne von der Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). 

Preisgeld in Höhe von 300 Euro

Für die Gestaltung ihrer Plakate haben die Schüler:innen außerdem die Möglichkeit, einen Sonderpreis zu gewinnen: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, hat die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 30. April 2021. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) wählt im September aus den 16 Landessiegern die Bundessieger. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es auf der Internetseite www.dak.de/buntstattblau


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