• St. Peter und Paul Potsdam: Pfarrer Gert Adler gestorben

St. Peter und Paul Potsdam : Pfarrer Gert Adler gestorben

Gert Adler war von 1966 bis 1999 Pfarrer der katholischen Kirche St. Peter und Paul in Potsdam und hat diese maßgeblich mitgestaltet. Im Dezember 2018 ist er im Alter von 87 Jahren gestorben.

Gert Adler, Pfarrer der Kirche St. Peter und Paul von 1966-1999, ist am 30. Dezember 2018 gestorben.
Gert Adler, Pfarrer der Kirche St. Peter und Paul von 1966-1999, ist am 30. Dezember 2018 gestorben.Foto: Peter und Paul

Potsdam - Der langjährige Pfarrer der katholischen Kirche St. Peter und Paul, Gert Adler, ist gestorben. Er wurde 87 Jahre alt, wie die Kirche mitteilte. Geboren am 27. Mai 1931, verstarb er am 30. Dezember 2018. Das Requiem findet am Montag, dem 14. Januar, um 9 Uhr in der Propsteikirche St. Peter und Paul statt, anschließend folgt die Beerdigung auf dem Neuen Friedhof in Potsdam.

Gert Adler kam in Berlin-Wilmersdorf zur Welt und wuchs in Lichtenberg auf, wie es vom Erzbistum Berlin hieß. Dort ging er zur Volksschule und seit 1941 auf das Gymnasium. Wegen des Krieges wurde er im Sommer 1943 bei Verwandten in Oberschlesien einquartiert, von wo er im Herbst 1943 wieder flüchten musste. Er kehrte nach Berlin zurück und machte im Sommer 1949 das Abitur. Schon damals engagierte er sich in der Jugendarbeit der Pfarrei St. Mauritius in Lichtenberg, später begann er ein Theologiestudium in Fulda, München und Erfurt. Am 19. Dezember 1954 wurde er in Berlin zum Priester geweiht – zum jüngsten im ganzen Erzbistum. Er trat seine erste Kaplanstelle in der Pfarrei St. Magdalena in Prenzlau an und war dann nach einer Unterbrechung wegen einer Tuberkuloseerkrankung als Kaplan in Berlin-Müggeldorf, Prenzlauer Berg und Rangsdorf eingesetzt. Nach dem Ablegen des Pfarrexamens wurde ihm 1961 die Pfarrei Mariä Unbefleckte Empfängnis in Zossen übertragen. Dort machte er sich laut Bistum nicht nur um den geistlichen Aufbau der Gemeinde verdient, sondern trug auch wesentlich zur baulichen Neugestaltung von Pfarrhaus, Kirche und Kirchturm bei.

"Besonders die gelebte Ökumene war für ihn von großer Bedeutung“

Die prägendste Zeit aber habe er von 1966 bis 1999 als Pfarrer beziehungsweise seit 1992 als Propst der Pfarrei St. Peter und Paul in Potsdam erlebt. Um die Pfarrkirche adäquat zu renovieren, habe er sich intensiv mit den Unterlagen vertraut gemacht und auch den Vorbildbau in Verona besucht, so das Bistum. Auch die Arbeit am St. Josef Krankenhaus und das Gespräch mit Gesellschaft, Politik und in der Ökumene seien ihm wichtig gewesen. Von 1975 bis 1987 übernahm er das Amt des Dekans im Dekanat Potsdam.

„Gert Adler bleibt als lebensvoller, tatkräftiger Mensch und Priester in Erinnerung“, so das Bistum. 

Mit großer Gewissenhaftigkeit und stetem Interesse habe er sich für die ihm Anvertrauten und ihre Belange eingesetzt. Von der Probsteigemeinde hieß es: „Wir danken dem Herrn für sein priesterliches Wirken. Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute lagen ihm am Herzen und haben seinen Dienst geprägt. Besonders die gelebte Ökumene war für ihn von großer Bedeutung.“

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