Potsdam-Mittelmark : Wandel auf Kirchengelände

Gotteshaus wird zum Wohngebäude

Stahnsdorf - Das Gotteshaus der katholischen Kirchengemeinde St. Eucharistia in der Friedrich-Naumann-Straße in Stahnsdorf wandelt sich zu einem schmucken Wohngebäude. Noch sind Handwerker beim Umbau und beim Modernisieren, aber eine junge Familie ist schon eingezogen. Und es sind weitere Anwohner zu erwarten, denn das große Grundstück ist in vier Parzellen aufgeteilt worden, auf denen Einfamilienhäuser entstehen können und sollen.

Möglich wurde das, weil sich die katholische Kirche von dem weitläufigen Gelände mit dem stattlichen Baumbestand getrennt und es ebenso wie das Gebäude zum Kauf angeboten hat. Fast 50 Jahre nach dem sie selbst Besitzer geworden war. Bald nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges strebten die katholischen Christen in Stahnsdorf nach einem eigenen Gotteshaus. Ende 1949 konnten sie die Fläche nahe der Bergstraße erwerben und sich ein bescheidenes Holzhaus errichten, das am 25. März 1950 mit dem ersten Gottesdienst eingeweiht wurde. 1975 war dann ein steinerner Bau in schlichter äußerer Form fertig. Im Januar 2005 gab es zum Bedauern vieler Anwohner den Abschieds-Gottesdienst.

Hintergrund für den Grundstücksverkauf waren finanzielle Zwänge, die zur Fusion der Kirchengemeinden führten. Die katholische Kirchengemeinde St. Tissima / Eucharistia umfasst heute die Ortschaften Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow und Großbeeren mit der Hauptpfarrei in Teltow und den Kirchen in der dortigen Ruhlsdorfer Straße sowie dem Gotteshaus St. Thomas Morus an der Hohen Kiefer in Kleinmachnow. Beide Häuser sind noch recht jung: Baustart an der Teltower Kirche, für die sich der damalige Pfarrer Kurt Heinrich engagierte und die zum Bistum Berlin gehörte, war im Jahr 1952, als es noch offene Wege zwischen Ost und West gab. Fünf Jahre später, im Juni 1957, konnte sie von Bischof Julius Döpfner geweiht werden. Das moderne Haus in Kleinmachnow dagegen ist ein Kind der Nachwendezeit. 1991 wurde der Grundstein gelegt, am 28. Juni des folgenden Jahres war sie komplett und empfängt nun auch den Stahnsdorfer Christen zu einem gehaltvollen kirchlichen Leben. Jo

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