Umstrittener Windpark in der Reesdorfer Heide : Beelitz will weniger Windräder

Beelitz - Der Windanlagenbetreiber Juwi und die Stadt Beelitz wollen einen Kompromiss zum umstrittenen Windpark in der Reesdorfer Heide. Wie Bürgermeister Bernhard Knuth am gestrigen Mittwoch den PNN mitteilte, habe das Unternehmen angeboten, statt der geplanten 15 Windräder im Wald zwischen Fichtenwalde und Borkheide nur elf errichten zu wollen – im Gegenzug hofft das Unternehmen, die bereits im Vorjahr beantragten Anlagen zügig errichten zu können. „Vom Abschluss eines Vergleiches sind wir aber noch weit entfernt“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth am gestrigen Mittwoch den PNN.

Von seinen Stadtverordneten sei er am Dienstagabend beauftragt worden, die Gespräche mit Juwi fortzusetzen – um die Zahl der Windräder weiter zu reduzieren. „Jede Anlage weniger ist ein Erfolg für die Stadt, da sie die Lärmemissionen für die Anwohner senkt und den Anblick weniger stört“, so Knuth. Auch die Höhe der Windräder sei noch unklar. Der Standort ist nur einen Kilometer von den nächsten Häusern in Fichtenwalde und Borkheide entfernt.

Zugleich haben die Stadtverordneten eine Veränderungssperre aufgehoben, die derzeit auf dem Gebiet liegt. Damit will sich die Stadt vor möglichen Klagen von Juwi und der „Forst Reesdorf Projekt GbR“, die ebenfalls sieben Windräder in der Reesdorfer Heide errichten will, schützen. Ein Bebauungsplan für die Region wird derzeit erarbeitet. Der sieht zwar auch den Bau von 20 bis 25 Windrädern vor. Die dürften jedoch nur eine Höhe von 100 Metern haben – die meisten heute geplanten Anlagen sind doppelt so hoch. Ob der Bebauungsplan mit diesen Rahmendaten genehmigt wird, ist derzeit aber offen. Die Stadt Beelitz ist Knuth zufolge Eigentümer der Wege zum Windpark und müsste mit möglichen Windparkbetreibern Verträge zu deren Nutzung schließen. Enrico Bellin

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