Teltow : Zeitplan für den Hafen wankt wieder

Teltow spricht mit potenziellen Betreibern für den Hafen. Derweil ist fraglich, ob die Marina überhaupt pünktlich zum Saisonstart freigegeben werden kann.

Mehrere Bewerber haben Interesse am Teltower Hafen.
Mehrere Bewerber haben Interesse am Teltower Hafen.Foto: Manfred Thomas T

Teltow  - Nach Ende der Ausschreibungsfrist für den Betrieb des Hafens wird Teltow in den kommenden Wochen Gespräche mit potenziellen Bewerbern führen. Wie Stadtsprecher Jürgen Stich auf PNN-Anfrage erklärte, hätten „mehrere Bewerber ihr Interesse an verschiedenen Konstellationen bekundet“. Eine genaue Zahl nannte er aber nicht. Wie berichtet war die Konzession für den Hafen im September zum dritten Mal ausgeschrieben worden, nachdem vorherige Versuche, einen Betreiber für Teltows Prestigeprojekt zu finden, gescheitert waren. Teltow hatte den Interessenten zuletzt mehrere Optionen eingeräumt. So sei es möglich, allein den Betrieb des Hafens oder diesen inklusive Gastronomie im Gesamtpaket zu übernehmen. 

Tragwerksplanung für Teltow Hafenbecken fehlt
Unabhängig davon, ist derzeit aber fraglich, ob der avisierte Zeitplan mit Eröffnung der Marina im Frühjahr 2019 zu halten ist. Das Brandenburger Landesamt für Umwelt (LfU) hat angekündigt, das Hafenbecken, in das derzeit die Stegrohre eingebracht werden, vorerst nicht freizugeben. Grund sind ausstehende Unterlagen, die die Behörde im Zusammenhang mit der beantragten Genehmigung für den Einbau von Spundwänden am westlichen Uferhang und dem Fundament für den geplanten Bootslift bei der Stadt angefordert hatte. Konkret gehe es dabei um eine statisch geprüfte Tragwerksplanung, die die Standfestigkeit des Hafenbeckens in dem Bereich bestätige. Ohne diese könne weder die beantragte Planänderung genehmigt, noch die Bauabnahme für das Hafenbecken erteilt werden, erklärte LfU-Sprecher Thomas Frey. 
Wie berichtet war Ende vergangenen Jahres auf der westlichen Uferseite eine Erdschicht weggesackt. Um den Bereich zu sichern, hatte Teltow entschieden, dort Spundwände einzubauen. Zudem sollten die Arbeiten mit dem ebenfalls in dem Bereich geplanten Fundament für den Bootslift verbunden werden, um Kosten zu sparen. Mitten im Verfahren entschied sich Teltow dann aber um. Die Spundwände wurden eingebaut, ohne auf die beantragte Genehmigung für die Konstruktion des Bootslifts zu warten. Warum blieb zunächst unklar. 

Bootslift entsteht nach Bedarf des Betreibers

Nach jüngsten Plänen soll der künftige Betreiber mit über die Hebevorrichtung für die Boote entscheiden. Sobald dieser feststeht, werde die Gründung gebaut, erläutert Stadtsprecher Stich. Bis dahin werde auch die notwendige Genehmigung erteilt sein, meint er. Teltow warte derzeit noch auf Unterlagen eines beteiligten Gutachterbüros. Allerdings: Den Zuschlag für einen Bewerber werden Teltows Stadtverordnete frühestens Anfang 2019 erteilen.