Potsdam-Mittelmark : Selbstgemachte Leckereien in Geltower Backstube "Backmone"

Cantuccini, Kekse und Pfefferkuchen: Die „Backmone“ bietet in ihrer Geltower Backstube knusprigen Genuss – und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

Die Mürbeteigkekse „Oma Charlotte“, mit Glasur oder ganzen Mandeln belegt, bäckt Monika Knape nach einem Familienrezept.
Die Mürbeteigkekse „Oma Charlotte“, mit Glasur oder ganzen Mandeln belegt, bäckt Monika Knape nach einem Familienrezept.Andreas Klaer

Geltow - Zitronenduft erfüllt die gemütliche Stube, in der in vielen Dosen, Gläsern und Päckchen Kekse und Cantuccini aufs Vernaschen warten. Monika Knape hat am Morgen frisch gebacken, die Leckereien liegen noch auf den Blechen. Zum Beispiel „Oma Charlotte“ - Mürbeteigkekse mit selbstgemachter Zitronenglasur oder ganzen Mandeln dekoriert. „Das Rezept habe ich von meiner Oma Charlotte. Die hat sie immer gebacken, als ich noch klein war“, erzählt Knape.

In ihrer Backstube stellt Monika Knape Buttermürbeteigkekse, verschiedene Cantuccini-Sorten oder auch Pfefferkuchen her.
In ihrer Backstube stellt Monika Knape Buttermürbeteigkekse, verschiedene Cantuccini-Sorten oder auch Pfefferkuchen her.Andreas Klaer

Alles begann mit den Cantuccini

Die Werderanerin hat im vergangenen Jahr ihre Schau-Backstube „Backmone“ in der Caputher Chaussee in Geltow eröffnet. Backmone - den Spitznamen hat ihr Mann ihr verpasst, als sie wieder einmal zu Hause die Küche zum Backen in Beschlag genommen hatte. „Ich habe schon früher gerne Kekse gebacken“, erzählt die 54-Jährige. Ihr kleines Unternehmen hat sie mit Cantuccini gestartet. Sie habe verschiedene Sorten probiert, auch von renommierten Herstellern. Doch das italienische Gebäck aus dem Handel habe sie enttäuscht, weil es so dröge und fade war. Also hat sie die knusprigen Backwaren einfach selbst gemacht. „Die sind in der Familie und bei Freunden eingeschlagen wie eine Bombe“, erzählt sie.

Acht verschiedene Sorten an Cantuccini und Keksen bietet Knape derzeit an. Von den „Schokohaseln“ aus Mürbeteig mit Schokolade, ganzen Haselnüssen und Meersalz, über Buttermürbegebäcke in verschiedenen Formen mit Glasur, Mandeln oder cremig-fruchtiger Marmelade, bis hin zu den Cantuccini mit dunkler Schokolade und Haselnüssen, Walnüssen oder auch Mandeln. Im Sommer hat sie auch Lavendelkekse mit frischen oder getrockneten Blüten gebacken, die sehr gut ankamen. „Ich backe und verkaufe nur, was mir selbst schmeckt“, sagt Knape. Neue Sorten müssten erst in ihr reifen.

Monika „Backmone“ Knape lässt ihre Kunden gerne bei einem Kaffee in der gemütlichen Stube ihr Gebäck probieren.
Monika „Backmone“ Knape lässt ihre Kunden gerne bei einem Kaffee in der gemütlichen Stube ihr Gebäck probieren.Andreas Klaer

Backen war für Monika Knape immer etwas Besonderes 

Ursprünglich kommt Knape aus Rathenow. In den 1980er Jahren zog die gelernte Gärtnerin für Obstanbau in die Region und ist hängengeblieben, wie sie erzählt. Nach der Wende musste sie sich umorientieren, arbeitete zunächst als Fachberaterin für Baumärkte. Seit 2005 hat sie eine eigene Reinigungsfirma, die sie nach wie vor hauptberuflich betreibt. Die Arbeit gefällt ihr, wie sie erzählt, weil sie viele Leute damit glücklich machen könne. „Es gibt nicht viele, die gerne Hausarbeit machen. Ich habe schon als Kind gerne meiner Mutter geholfen.“

Dennoch hat das Backen immer einen besonderen Stellenwert für sie gehabt. Als junges Mädchen habe es für sie nichts Schöneres gegeben, als sich mit einem guten Buch und Keksen in eine ruhige Ecke zum Lesen zurückzuziehen. Für ihre Backstube hat Knape eine schriftliche und mündliche Sachkundeprüfung machen müssen, damit sie ihr Gebäck vertreiben darf. Grundsätzlich dürfen in Deutschland nur ausgebildete Konditoren oder Bäcker Gebäck außer Haus verkaufen. Mit dem Sachkundenachweis darf Knape nun zumindest Kekse und Muffins anbieten.

Die Backstube ist gemütlich eingerichtetund lädt jeden Montag ab 13 Uhr zum Vorbeischauen ein.
Die Backstube ist gemütlich eingerichtetund lädt jeden Montag ab 13 Uhr zum Vorbeischauen ein.Andreas Klaer

Wer probieren möchte, kommt in die Backstube oder auf den Markt

Jeden Montag ab 13 Uhr hat ihre kuschelige Stube geöffnet. Es ist kein reguläres Café, doch zum Probieren ihres Gebäcks bietet Knape gerne eine Tasse Kaffee in dem alten Tee- und Kaffeeporzellan an, das in den Schränken und Vitrinen steht und der Backstube ein uriges Ambiente verleiht. Die Teller, Kannen und Tassen bietet sie auch gerne mit ihren Backwaren auf den Märkten an, auf denen sie regelmäßig mit ihrem Stand zu finden ist. In den gefüllten Kekstüten sind jeweils 100 Gramm verpackt. 4,50 Euro kosten die Naschereien. Auch Pfefferkuchen für 50 Cent das Stück backt Knape in der Adventszeit.

Wenn viel Ware benötigt wird, wie jetzt zur Weihnachtszeit, dann backt Knape nicht nur montags, sondern auch nach ihrer regulären Arbeit oder an den Wochenenden. Ihr Mann, ein Malermeister, unterstütze sie sehr bei ihrer Selbstständigkeit. Sie wolle schauen, wie sich ihr Unternehmen entwickelt. „Ich backe einfach weiter“, sagt sie. „Vielleicht werde ich ja irgendwann nur noch Kekse backen.“

Die Schau-Backstube in der Caputher Chaussee 3 in Geltow ist jeden Montag ab 13 Uhr geöffnet. Jeden Samstag, so auch am 8., 15. und 22. Dezember, steht „Backmone“ mit ihrem Stand auf dem Markt am Nauener Tor in Potsdam, am 9. Dezember auf dem Adventsmarkt am Strohdachhaus, Groß Kreutz und am 16. Dezember auf der Paretzer Dorfweihnacht.