Potsdam-Mittelmark : Kreis investiert mehrere Millionen Euro ins Radwegenetz

In Potsdam-Mittelmark sind immer mehr Radfahrer unterwegs. Nun will der Kreis mit einer großen Summe ins Radwegenetz investieren - und dieses weiter ausbauen.

Potsdam-Mittelmark will einige Radwege erneuern und ausbauen. 
Potsdam-Mittelmark will einige Radwege erneuern und ausbauen. Foto: Bernd Settnik/dpa

Der Landkreis will in den nächsten Jahren mehrere Millionen Euro in das Radwegenetz investieren. Das geht aus der Fortschreibung des touristischen Radwegekonzeptes hervor, die am 6. November im Finanzausschuss vorgestellt werden soll. Ein Großteil des Geldes soll in die Erneuerung der vier durch den Landkreis führenden Radfernwege fließen, der Europaradweg 1, der Havelradweg, der Tour de Brandenburg und der Route historische Stadtkerne. Die Mittel stammen auch aus Fördertöpfen des Landes sowie der Europäischen Union.

Allein für den Ersatz zweier Radwegbrücken zwischen Caputh und Ferch, der wie berichtet im kommenden Jahr erfolgen soll, rechnet der Landkreis dem Konzept zufolge mit Kosten von 1,5 Millionen Euro. Für Lückenschlüsse auf der Verbindung zwischen dem Fläming und Brandenburg/Havel über Ziesar bis 2021 sind 1,8 Millionen Euro eingeplant. Für neue Wege auf der Tour de Brandenburg im Bereich von Treuenbrietzen, Kloster Lehnin und Groß Kreutz (Havel) rechnet der Landkreis bis 2022 mit Kosten von 1,7 Millionen Euro. Dazu kommen mehrere hunderttausend Euro für die Sanierung bestehender Radwege.

Immer mehr Radfahrer in Potsdam-Mittelmark

Die Zahl der Radreisenden besonders im Potsdamer Umland nimmt derweil weiter zu. So hat der fest installierte Zähler auf der Baumgartenbrücke zwischen Werder (Havel) und Geltow im vergangenen Jahr 219 000 Radreisende erfasst, 9000 mehr als 2016. Allein bis Ende Juni haben in diesem Jahr schon knapp 103 000 Radfahrer die Brücke passiert.

Dass es trotzdem weiteren Bedarf für Radwegneubaten gibt, zeigt ein Anhang des Konzeptes, der mit dem Vermerk „Intern“ gekennzeichnet, aber trotzdem im Internet veröffentlicht ist: So ist dem Konzept zufolge etwa ein Radweg zwischen Glindow und Bliesendorf zur Schulwegsicherung erforderlich. Nördlich von Glindow sei ein Radweg von der Landesstraße 90 über Kammerode nach Ferch nötig, Planungen dafür gebe es jedoch noch nicht. Auch vom Saarmunder Bahnhof nach Philippsthal sei ein Radweg erforderlich, ebenso eine neue Nuthebrücke von Philippsthal nach Bergholz-Rehbrücke. In Kleinmachnow laufen zumindest Vorplanungen für einen Radweg an der Straße Am Weinberg.