• Polizeibericht für Potsdam-Mittelmark: Die Polizei ruft nicht mit der Nummer 110 an

Polizeibericht für Potsdam-Mittelmark : Die Polizei ruft nicht mit der Nummer 110 an

In ganz Brandenburg geben sich zurzeit Betrüger als Polizisten aus. Zumeist telefonisch. In Teltow hat es ein Gauner jetzt sogar im persönlichen Gespräch versucht.

Die Polizei wird sie niemals mit der Nummer 110 anrufen. Wenn diese Nummer im Display auftaucht, können Sie sicher sein, dass Betrüger am Werk sind!
Die Polizei wird sie niemals mit der Nummer 110 anrufen. Wenn diese Nummer im Display auftaucht, können Sie sicher sein, dass...Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Teltow - In den vergangenen Tagen haben sich Betrüger in ganz Brandenburg telefonisch bei vorwiegend älteren Personen gemeldet und sich als Polizisten ausgegeben. Erst Mitte der Woche wurden solche Anrufe aus der Landeshauptstadt Potsdam gemeldet, nun gibt es vermehrt entsprechende Meldungen aus Potsdam-Mittelmark.

Die Masche ist meist die gleiche, teilte die Polizei mit: Die vermeintlichen Polizisten berichten ihren Opfern, "dass eine Tätergruppe festgenommen worden sei, bei denen ein Zettel aufgefunden wurde, auf dem auch die Adresse der Angerufenen stünde und sie somit potentielle Opfer seien".

Die Betrüger versuchen dann, die Angerufenen nach deren Vermögen und vorhandenen Wertgegenständen auszufragen. Haben sie die gewünschte Information erhalten, wird um ein Treffen gebeten, bei dem die Angerufenen die Gegenstände an angebliche Polizisten übergeben sollen. Zur Sicherung der Wertgegenstände, wie die betrügerischen Anrufer beteuern.

Solche Übergaben sind immer Teil der Betrugsmasche. Die Polizei wird sich niemals telefonisch unter der Nummer 110 melden. Sie wird auch keine Wertgegenstände abfragen - und schon gar nicht deren Übergabe fordern. Bei solchen Anrufen handelt es sich um Betrug, wie die Polizei am Freitagvormittag abermals klarstellte.

Besonders dreist ging ein Betrüger übrigens am Donnerstagabend in Teltow vor. Er klingelte persönlich an der Wohnung einer Seniorin, gab sich als Polizeibeamter aus und betrat die Wohnung. Hier erzählte er der Dame die obige Geschichte. Eine ganze Stunde lang versuchte er, etwas über das Vermögen und die Wertgegenstände der Frau in Erfahrung zu bringen. Erfolglos. Nach rund 60 Minuten verließ der Mann die Wohnung. Er soll etwa 180-185 cm groß gewesen sein. Er hatte dunkle Haare und war bekleidet mit einem langärmligen grauen Oberteil und einer langen, grauen Hose.