PNN-Serie: Landratswahl in Potsdam-Mittelmark : „Landrat aus Leidenschaft“

Zur Landratswahl in Potsdam-Mittelmark am 25. September treten fünf Kandidaten an – und erstmals wird direkt gewählt. Heute im letzten PNN-Wahlcheck: Wolfgang Blasig (SPD).

Noch einiges zu tun. Die PNN baten jeden Kandidaten, ein Bild zu schicken, das kein Wahlkampf-Foto ist. Dieses zeigt Wolfgang Blasig unterwegs auf einer Draisine .
Noch einiges zu tun. Die PNN baten jeden Kandidaten, ein Bild zu schicken, das kein Wahlkampf-Foto ist. Dieses zeigt Wolfgang...Foto: Bernd Blumrich

In Landkreis Potsdam-Mittelmark wird am 25. September ein neuer Landrat gewählt. Zum ersten Mal können die Einwohner dann direkt entscheiden, wer künftig die Geschicke des Landkreises leiten wird. Fünf Kandidaten haben sich dafür zur Wahl gestellt. Jeder von ihnen bekam von den PNN die gleichen sechs Fragen gestellt. Heute antwortet Amtsinhaber Wolfgang Blasig, der für die SPD ins Rennen geht. Bei der Kreistagswahl im Mai 2014 wurde die Partei zweitstärkste Kraft und erhielt 26,7 Prozent der Wählerstimmen.

 

Wer sind Sie?

Ich bin seit 2009 Landrat aus Leidenschaft. Daneben ein glücklich verheirateter Ehemann und Vater von drei Kindern, inzwischen auch mehrfacher Großvater. Mittlerweile auch 62 Jahre jung.

 

Warum kandidieren Sie?

Auch wenn Potsdam-Mittelmark gut dasteht: Es gibt noch einiges zu tun, um den Landkreis für die Zukunft zu rüsten. Ich möchte diesen Weg für die kommenden Jahre mitgestalten und gern dafür Verantwortung übernehmen.

 

Was qualifiziert Sie?

Die kommunalpolitische Erfahrung der letzten 26 Jahre ist meine wichtigste Basis. Als Bürgermeister Kleinmachnows habe ich die Sorgen der Bürger direkt erfahren und um gute Lösungen gerungen. Diese Sichtweise hilft mir als Landrat ungemein, wenn ich mit Damen und Herren Bürgermeistern und Amtsdirektoren des Kreises zum Ausgleich kommen muss – und dieses gute Zusammenwirken ist für mich außerordentlich wichtig.

 

Was wollen Sie?

Als Landrat habe ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein anspruchsvolles Leitbild für Potsdam-Mittelmark „PM 2022“ geschaffen, dieses bleibt unsere Richtschnur. Gleichzeitig ist die Gestaltung unseres Landkreises eine höchst spannende Aufgabe, denken wir allein an die Zuwanderung des letzten Jahres. Mit dem außerordentlichen Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer bin ich optimistisch, dass wir auch die nächsten Etappen so gut meistern werden.

 

Was läuft im Landkreis bisher schief?

Sieht man sich an, was Prognos und andere namhafte Institute ermittelt haben, läuft es gut in Potsdam-Mittelmark. Der nachhaltige Bevölkerungszuwachs, die niedrigste Arbeitslosenquote in Brandenburg und eine hervorragende Forschungslandschaft zeichnen unseren Landkreis aus. Als attraktiver Wirtschaftsstandort haben wir ebenfalls einen guten Namen, hier genießen die erneuerbaren Energien hohen Stellenwert.

Den Haushalt des Kreises haben wir nachhaltig saniert, heute kommt Potsdam-Mittelmark ohne Schulden aus. Durch kluge Investitionen in die Infrastruktur – vor allem die Bildungslandschaft – werden wir die nachhaltige Entwicklung weiter befördern.

 

Ein ausländischer Gast verbringt 24 Stunden im Landkreis. Wo schicken Sie ihn hin?

Einen Tag im Landkreis zu verbringen, ist deutlich zu wenig. Allein für die natürliche Schönheit der Havelseen braucht es mehrere Tage. Und dann war man noch nicht im Hohen Fläming, unserem Wander-Dorado, mit Schlössern und Burgen ein zauberhaftes Revier.

 

Lesen Sie weiter - die anderen Kandidaten im Überblick:

"Der ländliche Bereich wird abgehängt" - Andreas Schramm (Piraten) >>

"Politik hat einseitig unterstützt" - Sven Schröder (AfD) >>

"Spielräume neu ausloten" - Klaus-Jürgen Warnick (Linke) >>

„Gesicht zeigen, wenn es brennt“ - Franz Herbert Schäfer (CDU) >>

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