"Ökologisch schonendere Variante" : Debatte zur Stammbahn in Kleinmachnow

Seit 1945 ist die Stammbahn stillgelegt. Die Diskussionen um den Wiederaufbau halten an. Initiativen fordern nun eine Einbeziehung der Wannseebahn.

Die stillgelegte Trasse der Stammbahn in Berlin-Zehlendorf.  
Die stillgelegte Trasse der Stammbahn in Berlin-Zehlendorf.  Foto: Thilo Rückeis

Kleinmachnow - Um die Reaktivierung der 1945 stillgelegten Stammbahn geht es am Montagabend um 20 Uhr bei einer Informationsveranstaltung in den Neuen Kammerspielen in der Karl-Marx-Straße 18 in Kleinmachnow. Gemeinsam mit dem neu gegründeten Aktionsbündnis „Ressourcen nutzen – Natur schützen“ wolle man „über natur-, klima- und ressourcenschonende Alternativen zur Stammbahntrasse informieren und diskutieren“, teilte der Förderverein LSG Buschgraben/Bäketal als Organisator mit. Es würden Vertreter aus den Bereichen Verkehrsplanung, Naturschutz und Politik erwartet, hieß es.

Zur Reaktivierung der einstigen Verbindung von Potsdam über Kleinmachnow und Zehlendorf zum Potsdamer Platz in Berlin favorisiere man eine „ökologisch schonendere Variante“, so der Förderverein. Statt eines Neubaus durch den Dreilindener Forst, der „mit erheblichem Kosten- und Zeitaufwand sowie immensen ökologischen Schäden verbunden wäre“, plädiere man für die Einbeziehung der früheren Wannseebahn. Dabei könne ein vorhandenes Gleis parallel zur S1 von Wannsee bis Zehlendorf genutzt werden, auf dem bereits jetzt Züge von Wannsee bis Steglitz fahren könnten. Dies würde das Verkehrsproblem sehr viel schneller lösen, sei billiger und ökologischer.

Am Samstag wollen Förderverein und Initiative um 17 Uhr auf dem Adam-Kuckhoff-Platz für ihre Forderungen demonstrieren, anschließend ist ein Fackel- und Laternenumzug entlang der betroffenen Wohngebiete bis zum ehemaligen S-Bahnhof Zehlendorf-Süd geplant.