Potsdam-Mittelmark : Lieber miteinander

„Streit um Flüchtlingsunterkunft in Werder eskaliert“ vom 10. August

Wir, ehrenamtlich tätige Menschen, die sich um Flüchtlinge in Werder kümmern, bedauern sehr, dass die Stimmung zwischen dem 1. Beigeordneten und gleichzeitigem Flüchtlingskoordinator der Stadt Werder (Havel), Herrn Große, und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark derzeit auf dem Tiefpunkt zu sein scheint. Es stellt sich die Frage, ob eine derart formulierte Überschrift in den PNN zu diesem Thema der Lösung des Problems zuträglich ist. Aus unserer Sicht ist es politisch überhaupt nicht hilfreich, die derzeit vorherrschende negative Stimmung in dieser Form in die Bürgerschaft hineinzutragen.

Sollte es nicht im Interesse aller Beteiligten sein, direkt und miteinander an der Lösung der offenbar verfahrenen Situation zu arbeiten? Seit dem Jahr 2015 ist es unter anderem das Ziel ehrenamtlich tätiger Menschen in Werder, eine positive Stimmung für die schon damals langfristig vorgesehene Aufnahme der Geflüchteten in Werder zu schaffen. Daher gehen wir davon aus, dass auch die Stadt Werder bei der geplanten Bürger-Infoveranstaltung des Landkreises am 11. September mit im Boot ist.

Wir sind sicher, dass der Flüchtlingskoordinator Herr Große und die Verwaltung der Stadt Werder dabei ein kooperatives und weltoffenes Verhalten und politisches Verantwortungsbewusstsein zeigen werden, was sich unter anderem in der Bereitstellung von Schulkapazitäten und Kitaplätzen darstellen wird. Wir Ehrenamtlichen bieten weiterhin unsere Unterstützung an und hoffen auf eine fruchtbare Zusammenarbeit im Sinne einer erfolgreichen Integration unserer neuen Nachbarn.

Gudrun Lehmann, Elsa Ludwig, Editha Stürtz-Frase, Werder (Havel)