Lage in Potsdam-Mittelmark am Freitag : Weniger Menschen in Quarantäne

Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen steigt im Landkreis auf 255 an. Besonders betroffen ist nach wie vor Werder (Havel).

Die Zahl der Verdachtsfälle und Infizierten steigt im Landkreis weiterhin an, dafür sind weniger Menschen in Quarantäne.  
Die Zahl der Verdachtsfälle und Infizierten steigt im Landkreis weiterhin an, dafür sind weniger Menschen in Quarantäne.  Foto: Matthias Balk/dpa

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Potsdam-Mittelmark hat sich in den vergangenen 24 Stunden um zehn auf nunmehr 255 erhöht. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Anzahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit Covid-19 stagniert seit Donnerstagabend bei elf Personen. Und die Anzahl der Menschen, die sich in Quarantäne befinden sinkt merklich. Das geht aus der Pressemitteilung der Landkreisverwaltung vom Freitagabend hervor.

Die Zahl der Verdachtsfälle steigt auf 1241

Die meisten Fälle verzeichnet nach wie vor in Werder (Havel): In der Stadt stieg die Anzahl der infizierten Personen von 56 auf nun 60 an. Der Landkreis betonte erneut, dass der Anstieg in Werder nicht in Zusammenhang mit dem Seniorenpflegeheim „Haus Am Zernsee“ steht. Wie berichtet hatten sich dort 16 Bewohner und sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Bis Freitagabend hatten sich diese Zahlen nicht weiter erhöht.

Ebenfalls stärker betroffen bleibt neben Werder die Kommune Kleinmachnow, dort gibt es seit Donnerstagabend unverändert 43 Infektionen. In Teltow stieg die Zahl der positiv Getesteten um einen auf 33. Die Zahlen der infizierten Personen in Stahnsdorf mit 17, Beelitz mit 11 sowie Michendorf mit 12 blieben jeweils unverändert. In Schwielowsee stieg die Zahl der positiv Getesteten um zwei auf 14. Aktuell müssen 44 Personen außerhalb des Landkreises stationär betreut werden. Die Zahl der Verdachtsfälle liegt bei 1241. Die Personen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden sinkt deutlich von 183 auf 158. Am Mittwoch waren es noch 214 Personen.

Werder will Maßnahmen gegen Ausbreitung ausweiten

Wie der Landkreis mitteilte sind am Donnerstag vom Bund erneut angekündigte Lieferungen von weiteren Schutzausrüstungen eingetroffen. Der Bedarf ließe sich damit jedoch nicht abdecken. Der Landkreis hatte daher selbst Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken geordert. Am Donnerstag trafen davon 5000 Masken nach FFP2-Standard ein. Der Landkreis verfüge auch über genügend Desinfektionsmittel. 

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Werder hat sich Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) mit Landrat Blasig in Verbindung gesetzt, wie die Werderaner Stadtverwaltung mitteilte. Es sollen nun weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Werder getroffen werden. Dafür sollen zunächst die Kontrollen der häuslichen Quarantäne ausgeweitet werden. „Niemand kann etwas dafür, wenn er infiziert ist oder diese Vermutung nahe liegt“, so Saß. Der überwiegende Teil werde die Anweisungen zur Quarantäne befolgen. Für diejenigen, die sich jedoch nicht an die Anordnung halten, seien die verschärften Kontrollen ein Signal, „dass der Gesundheitsschutz der Bevölkerung kein Spiel ist“, so Saß. 


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