Kino in Not : Werderaner Scala bittet um Spenden

Auch während der Coronakrise muss Scala-Betreiber Gösta Oelstrom hohe Kosten stemmen. Deswegen hat er eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Scala-Betreiber Gösta Oelstrom.
Scala-Betreiber Gösta Oelstrom.Foto: Ottmar Winter

Werder (Havel) - Um das Werderaner Scala-Kino zu sanieren und über die Coronakrise hinweg zu erhalten bittet Kinobetreiber Gösta Oelstrom derzeit um Spenden. Bis zum 30. April soll das Scala vorerst geschlossen bleiben, so Oelstrom am Dienstag in einer Pressemitteilung. Das geplante Festival „Werder klingt“ wurde auf das kommende Jahr verschoben. Aber auch jetzt würden Festkosten von bis zu 5000 Euro pro Monat anfallen. Dazu kämen noch bestehende Forderungen und Energienachzahlungen. Die angekündigten Hilfsprogramme könnten nur einen Bruchteil der Beträge abdecken, so Oelstrom.  

Vergangenen Donnerstag hat die Stadtverordnetenversammlung wie berichtet den Haushalt 2020/21 beschlossen. Darin enthalten ist auch ein Zuschuss von 150000 Euro für den Förderverein des Kinos, der damit neuer Eigentümer wird. Mit dem städtischen Zuschuss ist auch die Bedingung verknüpft, dass das Kino 30 Jahre erhalten bleibt und die Stadt künftig Mitspracherecht hat. Die Hälfte des Kaufpreises von 340000 Euro wird außerdem die nordrhein-westfälische Stiftung Trias beisteuern. Weitere anfallende Kosten sind damit aber nicht abgedeckt. 

Aus diesem Grund hat das Scala eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Über die Internetseite https://www.startnext.com/scala-kulturpalast-werder können Unterstützer spenden. Außerdem gebe es die Möglichkeit auf der Internetseite des Kinos, www.scala-werder.de, bereits Karten für Veranstaltungen, die später im Jahr stattfinden, zu kaufen. Wer das Kino handwerklich unterstützen möchte, kann sich Oelstrom zufolge an derzeit laufenden Renovierungsarbeiten im Kinosaal beteiligen. Wer Interesse hat, kann sich bei den Betreibern unter der E-Mail [email protected] melden.

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