Hilfe aus China in der Coronakrise : 30.000 Schutzmasken für Teltow

Die chinesische Partnerstadt Rudong hat Mund-Nasen-Masken für Teltow gespendet. Die Lieferung kam per Luftfracht an und soll nun an Pfleger und Ärzte übergeben werden. 

Teltow erhält Mundschutz aus chinesischer Partnerstadt Rudong gespendet. Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD), rechts und Teltows Feuerwehrchef Jan Ehlers
Teltow erhält Mundschutz aus chinesischer Partnerstadt Rudong gespendet. Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD), rechts und Teltows...Foto: Stadt Teltow

Teltow - In zahlreichen Paketen mit der Aufschrift: "Deutschland, Teltow, viel Glück" sind aus der chinesischen Region Rudong bereits am Montag 30.000 Schutzmasken per Luftfracht nach Berlin-Tegel geliefert worden. Die Pakete haben Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) und der Teltower Feuerwehrchef Jan Ehlers  in Empfang genommen. Aus Sicherheitsgründen sei die Ankunft nicht öffentlich kommuniziert, worden teilte Stadtsprecher Jürgen Stich am Dienstag mit.  

Spende stärkt "frisch geknüpftes Freundschaftsband"

„Die Stadt Teltow bedankt sich sehr, dass die chinesischen Partner in dieser schweren Zeit die Verbindung aufrechterhalten und mit dieser Spende das frisch geknüpfte Freundschaftsband stärken“, so Schmidt. Der Bedarf an Masken in Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegen und bei niedergelassenen Ärzten in Teltow sei riesig. Bund, Land und Landkreis könnten in dieser Not bisher nur bedingt helfen. "Deshalb ist es für uns umso wichtiger, dass die Stadt selbst alle Möglichkeiten nutzt, um den Menschen den dringend gebrauchten Schutz zu bieten.“ Schmidt betonte auch, dass die in der Vergangenheit "manchmal belächelte Städtepartnerschaft" zwischen Teltow und der Millionen-Region Rudong" sich in dieser Krisenzeit als echter Gewinn erweise. 

Schwieriger Transportweg

Bei der nicht leichten Abwicklung des Transports der gespendeten Masken soll der Stadt die China-Expertin Astrid Judith beratend zur Seite gestanden haben. Sie hatte bereits in der Vergangenheit bei den ersten Schritten zur Städtepartnerschaft zwischen Rudong und Teltow eine Vermittlerrolle eingenommen. „Diese seriöse Beratung und die damit einhergehende direkte Kommunikation mit staatlichen Stellen hat uns jetzt in die Lage versetzt, dringend benötigte Hilfsgüter für die Region zu mobilisieren“, so Schmidt.

Ab morgen werden Masken verteilt

Die Mund-Nasen-Masken werden ab Mittwoch an Pflegeeinrichtungen und niedergelassene Ärzte in Teltow verteilt. Verteilt werden sie von der Stadtverwaltung, der Feuerwehr sowie dem in Teltow ansässigen Autohaus Höricke. Firmenchef Torsten Höricke hatte auf dem Hilfsportal „Helfende Hände Teltow“ seine Transportkapazitäten angeboten.

Seit 1,5 Jahren besteht Partnerschaft mit China

Der Städtepartnerschaftsvertrag zwischen Teltow und Rudong ist in Teltow am 18. September 2018 unterschrieben worden. Darin heißt es, dass beide Städte „den Austausch und die Zusammenarbeit in Fragen der Kultur, der Bildung und des Sports und der Wirtschaft unterstützen und fördern. Die vereinbarten Ziele sollen schrittweise durch den Austausch und die Zusammenarbeit von Vereinen, Verbänden sowie den Bürgern beider Städte erreicht werden. Beide Seiten führen Delegationsbesuche in nicht festgelegten Zeitabständen durch.“ 

Innerhalb des ersten Jahres der Städtepartnerschaft gab es den Besuch einer Teltower Delegation in Rudong und einer hochkarätigen Delegation aus Rudong in Teltow. Außerdem stehen Bürgermeister Thomas Schmidt und Jun Feng Shen, der inzwischen vom Rudonger Bürgermeister zu einer Art Regionalpräsident aufgestiegen ist, in regelmäßigem schriftlichen Austausch. Beide Seiten lassen keinen Zweifel daran, dass diese Partnerschaft zum gegenseitigen Vorteil weiterentwickelt werden soll, teilte das Rathaus mit. 


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