Erster Straßenabschnitt fertig : Ruhlsdorfer Straße: Wieder freie Bahn

Teltow – Der erste Streckenabschnitt ist geschafft. Nach knapp anderthalb Jahren Bauzeit soll ab heute die Ruhlsdorfer Straße in Teltow zwischen Gonfrevillestraße und den Geschäft Pflanzen-Kölle wieder in beiden Richtungen befahren werden können. Pünktlich zur Advents- und Hauptgeschäftszeit könne das Gartencenter dann wieder ohne Einschränkungen angefahren werden, erklärte der Dezernatsleiter Region West des Brandenburger Landesbetriebs für Straßenwesen, Frank Schmidt. Gleiches gelte für den gegenüberliegenden Rewe-Markt. Lediglich der Abschnitt zwischen beiden Märkten sei weiterhin einspurig zu befahren, ebenso wie der zwischen Gonfrevillestraße und Ruhlsdorfer Platz, dessen sich der Landesstraßenbaubetrieb als Nächstes annehmen wird. Auch hier bleibe es bei der Einbahnstraßenregelung. Ab Ende nächster Woche soll zumindest der Zugang zum Ärztehaus über den Gehweg wieder gewährleistet werden, so Schmidt.

Wie es weiter geht, hänge wesentlich vom Winter ab, sagte er. Wie berichtet soll Teltows Hauptverkehrsachse nach Ruhlsdorf auf rund zwei Kilometern zwischen Ruhlsdorfer Platz und ehemaligem Industriegleis am Teltomat-Gelände abschnittsweise saniert und ausgebaut werden. An der Gonfrevillestraße ist zudem ein Kreisel entstanden, der das Neubauviertel „Teltown“ an die Ruhlsdorfer Straße anbindet. Daneben werden auf der gesamten Strecke beidseitig Rad- und Gehwege geschaffen, auch gibt es neues Licht.

Zuletzt hatte den Baufirmen aber der viele Regen zu schaffen gemacht. Im lehmigen Baugrund habe sich das viele Wasser zu einer klumpigen Pampe vermischt, erklärt Schmidt. Der Boden habe teilweise ausgetauscht werden müssen, es kam zu zeitlichen Verzögerungen, die jedoch im nächsten Jahr wieder reingeholt werden könnten, wenn die Baufirmen „ranklotzten“, so der Regionalleiter des Straßenbaubetriebs. Er gehe weiter davon aus, dass die komplette Baumaßnahme bis Ende nächsten Jahres fertig gestellt ist.

Auch die Anfangsprobleme, wie Rückstaus auf den Umleitungsstrecken, hätten sich mittlerweile gelöst, erklärt er. Die Ampelschaltungen seien mehrmals nachjustiert worden, auch hätten sich die Autofahrer inzwischen auf die Baustelle eingestellt. Kritik hätte es anhaltend vonseiten der Gewerbetreibenden gegeben, die sich durch die Baustelle in ihrem Geschäftsbetrieb beschnitten sahen. Um die Nachteile gering zu halten, war ihnen der Straßenbaubetrieb aber schon mit dem Baubeginn entgegen gekommen und hatte die Verkehrsführung wunschgemäß von Nord nach Süd verlegt. Auch von den Anwohnern gab es Beschwerden, sagte Schmidt. Teilweise ging es ihnen zu langsam vorwärts. Nicht immer ließe sich aber erkennen, was gerade passiert, erläutert er. Insgesamt sprach er aber von „normalem Baustellenärger“.

Bislang waren für das Bauprojekt, das Teil des von der Brandenburger Landesregierung beschlossenen Programms P100 zum Ausbau von Landesstraßen ist, rund 6,7 Millionen Euro veranschlagt worden, von denen Teltow rund eine Million Euro zu tragen hat. Ob es dabei bleibt, ließe sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen, erklärte Frank Schmidt. Was geleistet wird, werde auch bezahlt, sagt der Dezernatsleiter. Wie viel zusammengekommen ist, ergäbe die Schlussrechnung. Solveig Schuster

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