Eröffnung am Rathausmarkt : Ein neuer Aldi-Markt für Kleinmachnow

Der Discounter will im April eröffnen. Die Gewerbetreibenden vor Ort erhoffen sich mehr Zulauf für Kleinmachnows Zentrum.

Der neue Aldi-Markt wird in die ehemalige Ladenfläche des Penny-Marktes ziehen. Der Discounter wird mit seinem Angebot das Zentrum noch mehr beleben, glaubt die Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden am Rathausmarkt.
Der neue Aldi-Markt wird in die ehemalige Ladenfläche des Penny-Marktes ziehen. Der Discounter wird mit seinem Angebot das Zentrum...Foto: Andreas Klaer

Kleinmachnow - Ein neuer Supermarkt zieht auf den Rathausmarkt in Kleinmachnow. Der Discounter Aldi will in den kommenden Wochen seine neue Filiale in einer bisher leerstehenden Ladenfläche einrichten. Das bestätigte der Konzern Aldi-Nord auf Anfrage. Der Discounter wird demnach in die leerstehende Ladenfläche ziehen, in der früher ein Penny-Supermarkt war. „Wir sind begeistert, dass wir endlich in Kleinmachnow sind. Darauf haben wir lange gewartet“, sagte der zuständige Geschäftsführer von Aldi Großbeeren, Jörg Michalek. Aldi habe seit Jahrzehnten versucht einen Standort in Kleinmachnow zu eröffnen. Wegen der dicht bebauten Flächen sei es jedoch schwierig gewesen und bisher nicht gelungen. Seit einigen Monaten habe es Gerüchte gegeben, dass ein neuer Bioladen in die leerstehende Fläche ziehen soll. „Aber zum Schluss haben wir uns mit unserem Konzept durchgesetzt“, so Michalek.

Kleiner als gewohnt

Die Verkaufsfläche des neuen Aldi-Marktes wird rund 800 Quadratmeter groß sein. Der Schwerpunkt soll dabei auf der Lebensmittel- und Frischeabteilung liegen, wie Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Back- oder Kühlwaren, erklärte Michalek. „Unsere normalen Märkte sind deutlich größer, rund 1300 Quadratmeter.“ Insgesamt werden zehn Arbeitsplätze in dem Discounter entstehen. Ab dem 1. März will Aldi mit der Einrichtung und kleineren Baumaßnahmen beginnen. „Dabei geht es vor allem um die Optik. Wir werden den Markt intern aufhübschen und unser Aldi-Nord-Instore-Konzept umsetzten“, so Michalek. Mit dem sogenannten Aldi-Nord-Instore-Konzept gestaltet der Discounter seit 2017 seine Märkte für die Kunden und Kundinnen heller und freundlicher, mit möglichst breiten Gängen und frischen Waren. Die neue Filiale am Rathausmarkt soll voraussichtlich am 1. April eröffnen. Dazu wird es auch ein kleines Eröffnungsevent geben, mit Quizrad und kleinen Preisen.

Freude bei den Gewerbetreibenden

Bei der Gemeinde Kleinmachnow freut man sich über den neuen Nachbarn. „Wir finden es toll, dass die Ladenfläche wieder belebt wird“, erklärte Pressesprecherin Martina Bellack auf Anfrage. Und auch die Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden Rathausmarkt Kleinmachnow ist mehr als froh über die Nachricht. „Freuen ist noch weit untertrieben“, sagt ihr Sprecher Robert Maschewski. Er ist Geschäftsführer der Ambiente Sun & Beauty GmbH und Inhaber des gleichnamigen Wellness- und Beautystudios am Rathausmarkt. „Für uns Gewerbetreibende ist es schön, dass wir wieder einen Discounter vor Ort haben, dessen Name für Qualität bürgt und damit auch starker Magnet für den gesamten Rathausmarkt ist.“ Man habe mit Leerstand zu kämpfen gehabt, so Maschewski. Nicht nur die Ladenfläche des ehemaligen Penny-Marktes stünde frei, auch ein früherer rund 300 Quadratmeter großer Tierhandel sei ausgezogen. Bisher habe kein Nachmieter gefunden werden können. Hinzu kommt der lange Leerstand des ehemaligen Innova-Ladens, den die Mindener Supermarktkette Edeka bereits im März vergangenen Jahres gekauft hatte. Edeka will seine bisherige Filiale vor Ort zusammen mit der hinzugewonnen Fläche in ein sogenanntes Edeka-Center umwandeln. Zur Zeit liefen dazu noch Abstimmungsgespräche, wie der Konzern auf Anfrage mitteilte. Die zusätzlich gekaufte Ladenfläche steht noch leer.

„Das alles hat bei der Kundschaft den Eindruck erweckt, das der Rathausmarkt sich auflöst“, meint Maschewski, der aktiv an der Projektentwicklung des Rathausmarktes beteiligt war, der am 1. April 2004 offiziell eröffnet wurde. Neben dem Leerstand habe es zudem lange Parkplatzprobleme gegeben. „Da dachten sich die Kunden, dann gehe ich woanders hin“, so Maschewski. Das Parkplatzproblem habe man durch Parkraumbewirtschaftung in den Griff bekommen, die Maschewski mitinitiiert hat. Denn einige Autofahrer, die gar nicht zum Rathausmarkt wollten, hätten zuvor ihre Fahrzeuge über Stunden auf den Plätzen stehen lassen. Mittlerweile könnten die Autofahrer auf einigen Parkplätzen nur eingeschränkt bis zu zwei Stunden parken.

Insgesamt ist Maschewski zufrieden mit der Entwicklung des Rathausmarktes. „Wir sind von einer anderen Stelle in Kleinmachnow hierher gezogen, was eine vernünftige Idee war. Der Zulauf vor Ort ist wichtig für die Gewerbetreibenden.“ Unterschiedliche namhafte Lebensmittelgeschäfte mit hoher Qualität könnten den Standort nur bereichern.