Eilentscheidung der Bürgermeisterin : Caputher Schule wird ausgebaut

Die Planungen für einen Anbau an die Caputher Schule können beginnen. Für 2,5 Millionen Euro sollen bis 2022 neue Räume und eine Mensa entstehen.

Die Caputher Grundschule ist zu klein. Nicht jede Klasse hat einen Klassenraum.
Die Caputher Grundschule ist zu klein. Nicht jede Klasse hat einen Klassenraum.Foto: Andreas Klaer

Caputh - Die Planung für den Ausbau der Caputher Grundschule kann beginnen. Nachdem die Gemeindevertretersitzung, auf der die Vorlage am vergangenen Mittwoch beschlossen werden sollte, wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden war, haben Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Daniel Schiffmann (FDP) nun eine entsprechende Eilentscheidung getroffen. 160 000 Euro stehen nun zur Verfügung, damit die Detailplanungen für den zweigeschossigen Anbau mit Mensa und mehreren Klassenräumen beginnen kann. „Im Hauptausschuss gab es dazu bereits ein einstimmiges Votum“, sagte Kerstin Hoppe den PNN. In der nächsten Sitzung wird die Eilentscheidung nachträglich zum Beschluss gestellt, inklusive der Begründung der Bürgermeisterin. Sie wollte verhindern, dass es zu einem größeren Zeitverzug beim Projekt kommt.

Für 16 Klassen gibt es nur 14 Klassenräume

Derzeit gibt es für 16 Klassen an der Grundschule nur 14 Klassenräume. Fachräume sowie Räume für die individuelle Betreuung an der verlässlichen Halbtagsgrundschule fehlen wie berichtet. Deshalb soll der zweigeschossige Anbau an den bestehenden Mehrzweckraum auf dem Schulcampus erfolgen. Die Gemeinde hatte auch einen weitergehenden Umbau des Campus und einen Schulneubau an der Michendorfer Chaussee prüfen lassen, beide Varianten hätten jedoch deutlich längere Planungs- und Bauphasen bedeutet. Jetzt rechnet Hoppe mit einem Baubeginn im kommenden Jahr, zum Schuljahr 2022/23 soll der Anbau fertig sein. Inklusive gut acht Prozent Sicherheitspuffer rechnet die Gemeinde mit Baukosten von 2,5 Millionen Euro. Die Gemeinde will Fördergelder beantragen.

Kerstin Hoppe hat die Eilentscheidung getroffen.
Kerstin Hoppe hat die Eilentscheidung getroffen.Foto: Ottmar Winter

Die Situation an der Schule soll sich wie berichtet im Sommer etwas entspannen: Dann werden Räume, in denen derzeit Kita-Kinder betreut werden, wieder für den Unterricht frei. Mit Stand vom 1. Januar werden 367 Kinder an der Schule betreut. In zwei Jahren wird Prognosen zufolge der Spitzenwert von 399 Schülern erreicht, ehe die Zahlen wieder leicht auf das aktuelle Niveau sinken.

Abstellraum statt Dachterrasse

Auf Wunsch der Schulleitung wird auf die zunächst geplante Dachterrasse verzichtet, da man den Raum dringender als Lagerraum oder zur Unterrichtsvorbereitung braucht. Die wichtigste Neuerung betrifft aber den Speiseraum: Mit 100 Quadratmetern wird er deutlich größer als der bestehende mit 75 Quadratmetern, in dem die Kinder nur zeitlich gestaffelt essen können.

Geld auch für viele andere Projekte

Neben dem Schulneubau haben Hoppe und Schiffmann auch eine Reihe an vorzeitigen Auszahlungen für den Fachbereich Bauen per Eilentscheidung beschlossen. So soll etwa für 60.000 Euro eine neue Fläche für den Schulsport und Pausen auf einem Acker an der Geltower Grundschule entstehen. Der derzeitige Hof wird für die Baustoffanlieferung benötigt, da das Hauptgebäude der Schule saniert wird.

Außerdem wurden Mittel für die Modernisierung von Steg und Aussichtsplattform am Caputher Gemünde bereitgestellt. Von den rund 400.000 Euro veranschlagten Kosten übernimmt die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) 360.000 Euro, den Rest zahlt die Gemeinde. Für die Erneuerung des Radfernweges in Ferch plant die Gemeinde 100.000 Euro ein, 90.000 Euro davon sollen von der ILB kommen, der Rest vom Landkreis. Fördermittel der ILB in Höhe von 459.000 Euro sollen auch für die Erneuerung einer Fußgängerbrücke in Geltow fließen. 

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