Die Lage am Samstag in Mittelmark : Ausbruch in Werderaner Seniorenheim

Nach dem "Haus am Zernsee" ist mit dem Heim "Blütentraum" eine zweite Seniorenpflegeeinrichtung in Werder von einem Corona-Ausbruch betroffen. Im Landkreis ist die Lage stabil.

Werder ist von der Corona-Pandemie am stärksten im Kreis betroffen.
Werder ist von der Corona-Pandemie am stärksten im Kreis betroffen.Foto: Lutz Hannemann

Bad Belzig - In Werder (Havel) ist es nach dem "Haus am Zernsee" in der Einrichtung "Blütentraum" zu einem zweiten Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim gekommen. Das teilte der Kreis am Samstagnachmittag in einer Mitteilung mit. Wie viele Bewohner oder Mitarbeiter betroffen sind und was der Auslöser war, blieb unbeantwortet. Die zuständige Sprecherin war für eine Nachfrage nicht zu erreichen, im Heim selbst verweigerte man die Auskunft. In den "vergangenen Tagen" seien rund 100 Tests gemacht worden, deren Ergebnisse noch ausstünden, hieß es in der Mitteilung lediglich. Das Gesundheitsamt stehe in engem Kontakt mit den Heimleitungen und den dort betreuenden Hausärzten.

Nicht weiter angestiegen ist die Zahl der Corona-Infizierten im "Haus am Zernsee". Weiterhin seien dort 16 Bewohner und sechs Mitarbeiterinnen betroffen, so die Kreissprecherin.

Keine neuen Todesfälle

Insgesamt ist die Lage in Potsdam-Mittelmark am Samstag stabil geblieben. Weder gab es neue Todesfälle - die Zahl stagniert weiterhin bei elf - noch stieg die Zahl der Neuinfektionen über Gebühr an. Bis zum Nachmittag waren 273 Mittelmärker mit dem Virus infiziert, 18 mehr als am Vortag. Am stärksten betroffen sind weiterhin Werder (Havel), wo 68 Menschen erkrankt sind, acht mehr als am Freitag, und Kleinmachnow, wo die Zahl der Infizierten allerdings mit 43 konstant blieb. In Teltow stieg die Zahl der Fälle um zwei auf 35, in Schwielowsee und Nuthetal um je einen auf 15 beziehungsweise neun. Michendorf verzeichnete keine Neuinfektionen, dort sind unverändert zwölf Menschen mit dem Virus angesteckt, auch in Beelitz blieb es bei elf Fällen.

Insgesamt 55 der mit dem Virus infizierten Mittelmärker werden außerhalb des Landkreises stationär behandelt, das sind sechs mehr als am Freitag.

Weniger Mittelmärker in Quarantäne

Abermals gesunken ist die Zahl der Menschen, die sich wegen eines direkten Kontaktes mit einem Infizierten in häuslicher Quarantäne befinden - von 158 am Freitag auf 138 am Samstag. Am Donnerstag waren es noch 183. Gestiegen ist allerdings die Zahl der Verdachtsfälle, nämlich von 1241 auf 1307. Wie am Freitag wurden davon 214 als negativ getestet, die übrigen Tests befänden sich noch in der Auswertung, hieß es. 

Am Karfreitag und am Samstag wurden im Landkreis verstärkt Kontrollen hinsichtlich des Corona-Kontaktverbots durchgeführt. An einer Eisdiele in Kleinmachnow mussten mehrere Verwarnungen ausgesprochen werden, weil sich dort ein Pulk von Menschen gebildet hatte, die nicht auf den nötigen Abstand geachtet hatten. In Werder (Havel) wurden mehrere Verkaufsstände auf dem Marktplatz geschlossen, weil sie keine Waren der Grundversorgung angeboten hatten. In den meisten Fällen seien die Menschen aber "sehr einsichtig" gewesen, teilte der Kreis mit. Bußgelder mussten bislang nicht verhängt werden.

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