Corona-Lage in Potsdam-Mittelmark am Montag : Landkreis meldet 47 Neuinfektionen

Aktuell sind 250 Menschen in Potsdam-Mittelmark akut an Covid-19 erkrankt. Bereits am Freitag hat es einen weiteren Todesfall gegeben.

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind aktuell 250 Menschen akut an Covid-19 erkrankt (Symbolbild). 
Im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind aktuell 250 Menschen akut an Covid-19 erkrankt (Symbolbild). Foto: Bernd Thissen/dpa

Bad Belzig – Im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind seit Freitag 47 neue Fälle gemeldet worden. Das geht aus dem täglichen Lagebericht des Gesundheitsamtes am Montag hervor. Auch die Zahl der Todesfälle hat sich erhöht: Bereits am Freitag ist eine Person aus Treuenbrietzen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Der Landkreis hat damit insgesamt bislang 47 Verstorbene zu beklagen.

Bislang sind 252 Verstöße beim Gesundheitsamt eingegangen

Seit Beginn der Pandemie wurden bisher 1386 Corona-Fälle im Landkreis registriert. Davon gelten 1094 Menschen als genesen. Aktuell sind nach Angaben des Gesundheitsamtes 250 Menschen akut erkrankt, 451 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 77,6.

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Wie die Kreisverwaltung am Montag auf Anfrage gegenüber den PNN mitteilte, wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 252 Verstöße gegen die Umgangsverordnung und gegen Quarantäneanordnungen vom Gesundheitsamt registriert. 180 davon seien abgearbeitet worden und wurden mit entsprechenden Bußgeldern geahndet. Die restlichen Fälle sind nach Angaben der Kreisverwaltung in Bearbeitung. Wie der Kreis auf Anfrage mitteilte, ist bislang auch kein Notbetreuungssystem für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen wie im Frühjahr geplant. Solange es dafür keine gesetzliche Grundlage gebe, werde der Landkreis von sich aus kein Notbetreuungssystem aktivieren, teilte die Verwaltung mit.

Landkreis nutzt elektronisches Meldesystem

Wie die Kreisverwaltung auf Anfrage gegenüber den PNN erklärte, nutzt das Kreis-Gesundheitsamt das System Demis. Das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz dient der digitalen Meldung und Informationsverarbeitung von positiven Covid-19-Fällen. Problematisch dabei sei jedoch, dass ein Großteil der Labore bei Demis noch nicht angemeldet ist, so die Kreisverwaltung. Mit dem weiteren System CovBot, einem KI-gestützten Telefonassistenten, der die Hotlines der Gesundheitsämter entlasten könnte, hat sich der Landkreis nach eigenen Angaben aus Kapazitätsgründen noch nicht auseinandersetzen können. CovBot wurde im Juni als Forschungsprojekt gemeinsam mit dem Berliner Start-Up Unternehmen Aaron GmbH am Institut für Public Health an der Charité Berlin gestartet.


Neben dem Softwareprogramm Demis soll bis zum Jahresende auch das zweite Computerprogramm Sormas bei 90 Prozent aller Gesundheitsämter bundesweit zum Einsatz kommen. Das geht zumindest aus der Beschlussvorlage hervor, die am Montag bei der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten diskutiert wurde. Ziel ist es, mit den digitalen Werkzeugen die Gesundheitsämter bei ihrer Arbeit zusätzlich zu entlasten. Das Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System (Sormas) hilft beim besseren Management der Kontaktpersonen und Kontaktketten. 


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