Potsdam-Mittelmark : Caputher Gemünde soll saniert werden

Am Caputher gemünde sind ein Steg und zwei Plattformen derart marode, dass sie komplett erneuert werden müssen. Dafür sind mehr als 300.000 Euro nötig. Die Gemeinde hofft aber auf eine Förderung durch die ILB.

Beliebtes Ausflugsziel am Caputher Gemünde.
Beliebtes Ausflugsziel am Caputher Gemünde.Foto: Andreas Klaer

Caputh - Die Gemeinde Schwielowsee will zwei Aussichtsplattformen und einen Steg am Caputher Gemünde erneuern. Wie aus einer Vorlage der Verwaltung für den am Mittwoch tagenden Finanzausschuss hervorgeht, müssen die halbrunde Holzplattform am Ende des Gemündes, die Plattform vor dem Kiosk sowie der Steg, der auf der Geltower Uferseite über eine Moorlandschaft führt, komplett erneuert werden. Grund sind marode Holzstücke in den Konstruktionen. Die Verwaltung rechnet mit Baukosten von 340.000 Euro, hofft aber darauf, 90 Prozent davon von der Investitionsbank des Landes gefördert zu bekommen.

Die beiden Plattformen wurden im Jahr 2002 errichtet, der Steg über die Moorlandschaft bereits zwei Jahre zuvor. Laut Prüfberichten fehlt an allen drei Bauwerken der Holzschutz. Unterkonstruktionen sind teilweise „vermodert“, wie es im Bericht heißt. Holzträger sind gerissen, Metallträger angerostet. Einzelne Reparaturmaßnahmen wären der Verwaltung zufolge deshalb nicht mehr wirtschaftlich, ein Ersatz also dringend nötig.

Im Haushaltsplan hat die Gemeinde 50.000 Euro für die Erneuerungen eingestellt. Hinzu kommen Mittel, die im vergangenen Jahr nicht ausgegeben wurden. Das Geld soll für Planungen und den Eigenanteil der Baukosten ausgegeben werden. 10.000 Euro sollen zudem für ein neues Kinderspielgerät ausgegeben werden. Auch für die nächsten Jahre haben die Gemeindevertreter beschlossen, jeweils 50.000 Euro für Instandhaltungen rund um das Caputher Gemünde auszugeben.

Sollte die Förderung der Investitionsbank nicht wie angenommen erfolgen, müssen die Gemeindevertreter noch einmal über die Ausgaben entscheiden. Eigentlich werden bei solchen Ausgaben nur 60 Prozent der Kosten gefördert, die Gemeinde müsste also 136.000 Euro Baukosten zahlen. 90 Prozent gibt die Bank nur dazu, wenn ein Projekt in eine regionale Entwicklungsstrategie eingebunden ist. Zwar hatte Schwielowsee wie berichtet von Studenten der Potsdamer Fachhochschule Möglichkeiten für die Entwicklung des Gemündes erarbeiten lassen, die Ergebnisse wurden 2017 präsentiert. Ob das als Entwicklungsstrategie zählt, ist aber fraglich.