Bürgermeisterwahl Schwielowsee : Beelitzer macht Hoppe Konkurrenz

Die SPD in Schwielowsee nominiert einen Bürgermeisterkandidaten. Es ist der einzige Gegenkandidat der amtierenden Bürgermeisterin. 

Foto: privat

Schwielowsee - Es gibt einen Herausforderer: Der 56 Jahre alte Michael Holstein will im September die amtierende Bürgermeisterin Schwielowsees, Kerstin Hoppe (CDU), von ihrem Posten im Rathaus ablösen. Holstein lebt seit 2005 mit seiner Familie im Beelitzer Ortsteil Schäpe. Der Schwielowseer Ortsverein sowie die Kreis-SPD habe nach einem Bürgermeisterkandidaten gesucht, er habe sich beworben, erzählt Bürgermeisterkandidat Holstein. Am Montag wurde er von den Schwielowseer Genossen als Kandidat bestätigt.

Dass Holstein nicht aus Schwielowsee kommt, stellt für den technischen Angestellten der Bayer AG kein Problem dar. Er kenne Schwielowsee gut. Seit 2015 diene er als Reservist der Bundeswehr im Einsatzführungskommando in Geltow. In Beelitz engagiere sich Holstein für Geflüchtete. Er ist Kreiselternsprecher und interessiere sich sehr für Kommunalpolitik, sagte er gegenüber PNN. Holstein ist zudem Mitglied im Ortsverein der Schwielowseer SPD. Auf die Frage, warum er nicht in Beelitz aktiv werde, antwortete er, dass die Stadt bereits einen guten Bürgermeister habe.

"Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst"

Lange hatte sich die SPD in Schwielowsee bedeckt gehalten, ob sie nun mit einem eigenen Kandidaten in den Wahlkampf geht. „Wir sind uns unserer Verantwortung durchaus bewusst gewesen“, so der Vize-Ortschef Roland Althausen. Der Ortsverein hätte einen Wunschkandidaten aus Schwielowsee gehabt, der aber abgesprungen sei. Wer das gewesen ist, wollte Althausen indes nicht verraten.

In Caputh, Ferch und Geltow wird am 30. September gewählt. Bürgermeisterin Hoppe strebt eine dritte Amtszeit an. Ihr einstiger Konkurrent Roland Büchner (Bürgerbündnis Schwielowsee), der bei der Wahl im Jahr 2010 nur 82 Stimmen weniger erhielt als Hoppe, verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Linke und FDP unterstützen Hoppe laut einem Bericht des Amtsblattes „Havelbote“. Die Grünen hingegen unterstützen keinen der beiden Kandidaten. 

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