Bildung : B-Plan für Schulcampus in Glindow angenommen

Der Bildungscampus von der Hoffbauer-Stiftung soll 820 Kindern Platz bieten. Stadtverordnete befürchten mehr Autoverkehr im Ort. 

So könnte der Schulcampus Glindow aussehen.  
So könnte der Schulcampus Glindow aussehen.  Visualisierung: Hoffbauer-Stiftung

Glindow - Nach langer Diskussion hat der Bauausschuss in Werder (Havel) am Mittwochabend mit sechs zu drei Stimmen den Bebauungsplan für den Schulcampus Glindow befürwortet. Die Vertreter der Fraktionen von Linke, Grünen und Stadtmitgestaltern stimmten gegen die Pläne. Wie berichtet will die Hoffbauer-Stiftung am Ortsrand von Glindow nahe der Landesstraße nach Klaistow einen Campus mit einer Kita für 120 Kinder, einer Grundschule für 300 Schüler und einer weiterführenden Schule für 400 Kinder bauen. Auch eine Turnhalle ist geplant. Insgesamt sollen etwa 30,8 Millionen Euro investiert werden. Zuerst soll 2020 die Kita gebaut werden, die auch Ersatz für die Hoffbauer-Kita auf der Insel ist.

Durch Schule entsteht mehr Autoverkehr im Ort

Größter Kritikpunkt am Campus ist die Lage am südlichen Rand von Glindow auf derzeit freiem Feld. „Die Frage des zusätzlichen Verkehrs durch den Ort wird bisher nicht beantwortet. Die Schüler kommen schließlich nicht alle mit dem Bus, sondern werden von den Eltern gefahren“, sagte Peter Hinze (Linke). Die Stadtverwaltung hat untersucht, wie die Schule an die bisherige Straße angebunden wird. Dafür soll ein Kreisverkehr errichtet werden. Die CDU begrüßte den Standort. „Der Standort ist nahezu genial gewählt“, sagte Fraktionsmitglied Dirk Lutze. Werders 1. Beigeordneter Christian Große (CDU) betonte, dass die Stadt für die für einen solchen Schulcampus nötigen drei Hektar Fläche keinen alternativen Standort sieht.