Beelitzer Spargel : Jeden Abend ausverkauft

Trotz der Corona-Krise ist der Beelitzer Spargel auch in diesem Jahr heiß begehrt. Spargelhelfer aus Rumänien ermöglichen eine reichhaltige Ernte. 

Gudrun Janicke
Ein rumänischer Arbeiter hält beim offiziellen Erntestart auf dem Josef Jakobs Spargel Hof lachend Spargel in den Händen. 
Ein rumänischer Arbeiter hält beim offiziellen Erntestart auf dem Josef Jakobs Spargel Hof lachend Spargel in den Händen. Foto: Soeren Stache/dpa

Beelitz - Er ist beliebt wie eh und je: Die Nachfrage nach Beelitzer Spargel kann trotz der nun angereisten Erntehelfer aus Rumänien kaum gedeckt werden. „Abends ist die Ware ausverkauft, das Ostergeschäft lief trotz der Beschränkungen wegen Corona“, sagte Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Vereins Beelitzer Spargelbauern. An den Verkaufsständen auf den Höfen wurde streng darauf geachtet, dass die Kunden die geforderten Abstände einhielten. Vielerorts kontrollierten dies Ordnungsamtsmitarbeiter. „Verstöße wurden mir nicht bekannt.“

Auf dem Spargelhof Kremmen (Oberhavel) mussten Kunden nicht auf Speisen aus dem beliebten Spargel-Restaurant verzichten. Über einen Drive-in konnten sie frisch zubereitete Gerichte mit dem Edelgemüse für Zuhause mitnehmen.

Gutes Wetter begünstigt Wachstum

Nach Angaben von Jakobs wird nach Ostern das Geschäft mit dem Spargel richtig anlaufen. Zum einen begünstigt das sonnige Wetter das Wachstum des Gemüses. Zudem haben 1000 Rumänen seit ihrer Anreise am Donnerstag die Arbeit auf den Spargelhöfen im Land aufgenommen.

In den nächsten Tagen werden nach Angaben von Jakobs weitere 1000 Saisonkräfte aus Rumänien erwartet. Dann stünden erfahrene Spargelstecher bereit, sagte er.

Für die Betriebe gelten in der Zeit der Corona-Pandemie ebenfalls strenge Auflagen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, sagte er. So teilen sich weniger Saisonkräfte in einer Unterkunft ein Zimmer. Die Neuankömmlinge arbeiten in Extra-Teams auf den Feldern.

„Nun kann Spargel in den Mengen gestochen werden, wie er gefragt ist“, sagte Jakobs. Der Preis pro Kilogramm werde dann von jetzt 11 bis 12 Euro in den einstelligen Bereich auf etwa 8 Euro sinken. (dpa)


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