Bauen in Caputh : Neue Pläne für Caputh

Blütenviertel: Investor Hardt will kein Pflegeheim.

Bald fertig? Die Entwicklung des Caputher Blütenviertels zieht sich in die Länge. Dabei würden die Entwürfe der Graft-Architekten der Gemeinde gut zu Gesicht stehen. Repro: promo
Bald fertig? Die Entwicklung des Caputher Blütenviertels zieht sich in die Länge. Dabei würden die Entwürfe der Graft-Architekten...

Caputh - Das Vorhaben, in Capuths Mitte ein Pflegeheim zu errichten, ist vom Tisch. Das sagte der Investor des Blütenviertels in Capuths Ortsmitte auf Anfrage den PNN. „Man findet keinen Betreiber für die begrenzte Fläche“, so Lothar Hardt. Betreiber würden heutzutage Heime mit mindestens 120 Plätzen fordern, in Caputh würden aber nur rund 70 Wohnungen zur Verfügung stehen. Ganz aufgeben will Hardt die Idee aber nicht: Die geplanten barrierefreien Wohnungen sollen weiterhin attraktiv für Senioren sein. „Wir werden einen mobilen Pflegedienst dazu holen“.

Hardt äußerte sich auch nach wie vor offen dafür, auf dem ehemaligen Gelände der ersten Gartengenossenschaft der DDR, eine Kita zu errichten. „Wir haben uns angeboten, aber noch keine Resonanz von der Verwaltung darauf bekommen“, so der Privatier, der auf dem Immobilienmarkt an der Côte d’Azur, in Monaco und Dubai aktiv ist und sich seit einigen Jahren für Caputh interessiert. Auch wenn die Gemeinde kein Interesse an einer Kita im Blütenviertel zeige, wolle er eine Kita auf privater Basis, durch einen freien Träger, errichten lassen, teilte er mit.

30 Reihenhäuser und 70 Mietwohnungen geplant

Für die geplanten rund 30 Reihenhäuser und 70 Mietwohnungen würden die Bauanträge derzeit abgestimmt und demnächst eingereicht. Im Dezember vergangenen Jahres sprach Hardt davon, dass der Hochbau auf dem insgesamt rund acht Hektar großen Areal bereits im März und April beginnen sollte. Erneute Verzögerungen hätten sich durch ein aufwendiges Energiekonzept ergeben, so Hardt auf Nachfrage. „Um die Energiekosten über Jahre auf gleichbleibendem Niveau halten zu können, haben wir ein sehr komplexes System erdacht.“ Im Sommer solle vor Ort Energie über Photovoltaikanlagen gewonnen werden, im Winter über ein Blockheizkraftwerk mit Wärmepumpen Energie erzeugt werden. „Das Konzept mussten wir mehrmals umstellen, um auch alle gesetzlichen Möglichkeiten mitnehmen zu können.“

Für den Bau des Blütenviertels, dessen Grundstein bereits vor knapp fünf Jahren gelegt wurde, hat Hardt das renommierte Architekturbüro Graft engagiert.