Potsdam-Mittelmark : 80 Jahre kräftig zugepackt Stückener Feuerwehr

feiert heute Jubiläum

Hagen Ludwig

Michendorf · Stücken - Am 24. Juni 1926 fanden sich 25 Stückener Männer zusammen, um eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Zur Brandbekämpfung nutzten sie einen von Pferden gezogenen Spritzenwagen, bei dem das Wasser mit Holzeimern eingefüllt wurde. An diesen Anfang wird der Stückener Ortswehrführer Fred Freund heute erinnern, wenn um 18 Uhr zur Festveranstaltung in die Parkhalle an der Zauchwitzer Straße eingeladen wird. „In den 80 Jahren ihres Bestehens waren die Stückener Feuerwehrleute immer einsatzbereit, wenn sie gebraucht wurden“, betont die Michendorfer Bürgermeisterin Cornelia Jung. Jüngste große Bewährungsprobe war der Einsatz beim Brand des Michendorfer Plus-Marktes im vergangenen Jahr.

Dass die Stückener Kameraden stets kräftig zupacken können, haben sie vor allem beim Aus- und Neubau ihres Feuerwehrgerätehauses in den Jahren 2001 bis 2004 bewiesen. „Ursprünglich sollte nur eine neue Fahrzeughalle gebaut werden“, erinnert sich Fred Freund. Mit sehr viel Eigenleistung und Tatkraft haben die Feuerwehrleute schließlich das gesamte Gebäude rekonstruiert. „Wir haben geputzt, gefliest und gemalert, Toilette und Küchenzeile eingebaut“, berichtet der Ortswehrführer und zeigt Fotos vom Zustand des alten Gebäudes. Gut zu erkennen ist der Schlauchturm, der kaum noch zu retten schien. Heute krönt er, gedeckt mit neuen Schindeln, die sanierte Feuerwache.

Zum Einsatz fahren die 16 aktiven Stückener Feuerwehrleute heute mit einem modernen Tragkraftspritzenfahrzeug vom Typ VW LT 50 – ein Fahrzeug, mit dem sie vollauf zufrieden sind. Ihre Vorgänger mussten noch mit weit einfacherer Technik umgehen. Für sie war es schon ein großer Fortschritt, als sie in den 1950er Jahren einen Spritzenanhänger bekamen, der im Ernstfall von einem Traktor zum Brandort gezogen werden musste. Bis 1997 leistet dann viele Jahre ein Barkas gute Dienste.

Die Feuerwehr ist in Stücken ebenso wie das Blasorchester nicht aus dem Dorfleben wegzudenken. Auf beiden Gebieten sehr aktiv war Herbert Heinicke, der in der vergangenen Woche bei einem tragischen Unfall ums Leben kam (PNN berichteten). Er sollte heute für 30-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt werden. Hagen Ludwig

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