Lesermeinung : Im Auge behalten

Zu „Potsdamer Pegida-Ableger formiert sich“ vom 19.12. und „Alarmsignal für die Gesellschaft“ vom 20.12.

Mit Interesse habe ich gelesen, dass es in Potsdam einen Ableger der Pegida gibt. Sie stehe „für die durch Aufklärung, Christentum und vorchristlicher Zeit geprägten Werte“. Mitgefühl, Mitleid, Barmherzigkeit, Solidarität sind die Werte, die das Christentum weiterzugeben hat. Kriegsflüchtlinge, politisch Verfolgte, durch Hunger bedrohte Menschen sollen bei uns eine Heimat bekommen. Keine Abschiebung von Flüchtlingen, die in ihrer Heimat bedroht sind. „Was ihr einem dieser geringsten Menschen getan habt, das habt ihr mir getan!“, sagt Jesus (Matthäus 25, 40). Lassen Sie uns ernst machen mit den humanistischen Werten, die er uns vorgelebt hat. Deutschland ist ein reiches Land. Es kann es sich leisten, die Werte des Christentums umzusetzen und seine Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen. Die christlichen Parteien tun sich schwer, das umzusetzen. Wenn die Pegida-Bewegung mit so großartigen Werten für sich wirbt, dann muss sie ihren Worten Taten folgen lassen, in dem sie Menschen willkommen heißt, die Hilfe suchen.

Heinz Meixner, Wilhelmshorst

Ich glaube, das ist das Schlimmste, was Potsdam passieren kann. Zuerst völlig harmlos und dann geht es los! Zusammenstöße sind vorprogrammiert. Deshalb von Anfang an einen harten Kurs fahren. Dresden dürfte uns doch reichen. Auf jeden Fall immer im Auge behalten. Von wegen harmlose Spaziergänger!

Hans-Dieter Behrendt, Potsdam