Kommentar | Hilfe für "Kultür Potsdam" : Solidarisch sein

Die Initiative "Kultür Potsdam" braucht dringend finanzielle Unterstützung. Hilferufe weiterer Vereine und Projekte werden folgen. Jetzt sind einige Potsdamer in der Pflicht, meint PNN-Redakteur Henri Kramer.

Die Initiative Kultür Potsdam engagiert sich seit vielen Jahren für ein Miteinander und ermöglicht einkommensschwachen Menschen die Teilhabe an kulturellen Ereignissen in der Stadt.
Die Initiative Kultür Potsdam engagiert sich seit vielen Jahren für ein Miteinander und ermöglicht einkommensschwachen Menschen...Foto: promo/Stefan Specht

Potsdam - Man muss kein Prophet sein: Hilferufe wie der aktuelle vom Sozialprojekt Kultür werden sich in den kommenden Monaten mehren. Denn mit der Coronakrise sind die Steuereinnahmen eingebrochen, auch für die nächsten Jahre prognostizieren Experten gerade für Kommunen erhebliche finanzielle Mehrbelastungen. Und dabei ist es als ungewiss, ob diese stets mit finanzstarken Rettungsschirmen aufgefangen werden können wie in diesem Jahr. So sieht es gerade für die Empfänger sogenannter freiwilliger Leistungen, vor allem aus den Bereichen Kultur und Sport, tendenziell düster aus. 

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Die Rettung solcher wichtigen Initiativen und Projekte kann dabei aber nicht allein die Sache einer Kommune sein. Hier sind zum einen die Stadtgesellschaft, zum anderen aber auch gerade jene als Spender gefragt, die bisher finanziell unbeschadet durch die Krise gekommen sind. Zugleich werden sich jedoch auch die Verantwortlichen im Kultur- und Sportbereich die Karten legen müssen: Wo kann man durch Zusammenarbeit mit anderen Projekten vielleicht noch kostendämpfende Synergien schaffen, und sei es bei der gemeinsamen Buchhaltung. Solidarität in Krisenzeiten ist ohnehin wichtig, auch um ausufernde Verteilungskämpfe gar nicht erst aufkommen zu lassen.