• Tag der offenen Ateliers: Wie Kunst entsteht

Tag der offenen Ateliers : Wie Kunst entsteht

Am Tag der offenen Ateliers am Sonntag geben über 200 Künstlerinnen und Künstler Einblick in ihr Schaffen - in Potsdam und in Mittelmark.

Mikos Meininger ist einer von 130 Künstler:innen, die in Potsdam ihre Ateliers öffnen.
Mikos Meininger ist einer von 130 Künstler:innen, die in Potsdam ihre Ateliers öffnen.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Mehr als 130 Teilnehmer:innen an 42 Orten: Potsdams Tag der offenen Ateliers ist mit geballter Kraft zurück. In den vergangenen beiden Jahren musste das Event pandemiebedingt auf andere Monate ausweichen - nun findet es wieder im Mai statt: Am Sonntag von 11 bis 18 Uhr laden Künstler:innen in ihre Ateliers ein.

Wie in den Vorjahren können sich Interessierte von Künstlerinnen für einen Rundgang an die Hand nehmen lassen. Tina Flau bietet eine zweistündige Fahrradtour an, Treffpunkt ist um 12 Uhr vor dem Atelier von Peter Menne, Körnerweg 1B. Zu Fuß führt Annette Paul durch Ateliers - Treffpunkt ist um 14 Uhr am Café Matschke, Alleestraße 10. Die maximal 14 Teilnehmer:innen können sich unter [email protected] anmelden.

Rechenzentrum: ein eigener Kosmos aus Malerei, Grafik, Performance

Wer sich auf eigene Faust auf den Weg machen will, kann zwischen künstlerischen Entdeckungen fast im gesamten Stadtraum wählen: von der Innenstadt über Babelsberg und Groß Glienicke bis nach Potsdam West. Im Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum, Dortustraße 46, tut sich ein ganzer eigener Kosmos auf: über 20 Kreative zeigen Malerei, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Fotografie, Objektkunst, Performances, Kalligrafie oder Installationen. Zentral gelegen ist auch das Atelier von Mikos Meininger im Kunsthaus sans titre, Französische Straße 18. Meininger, der sich „Materialbetrachter“ nennt, ist der Mann hinter dem Potsdamer Demokratie-Denkmal auf dem Luisenplatz und Erschaffer einer vielgestaltigen Bildwelt, bevorzugt in Bronze.

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In Babelsberg können die Thiede-Werkstätten, Ahornstraße 28-32, besucht werden. Hier zeigen Andrea Rude, Marion Börsch, Mathanja Clemm, Martin Mehlitz, Mathias Wunderlich und Robert Weiland, woran sie arbeiten. In der Nauener Vorstadt öffnet das Freiland seine Türen, wo die Möbelgestalterin Steffi Ribbe, die Künstlerin Anne Eichhorn und der Verein Artifact, unter anderem mit Jenny Alten, künstlerisch beheimatet sind. In Groß Glienicke ist das Atelierhaus Panzerhalle, Heinz-Sielmann-Ring 2-2a, mit 13 künstlerischen Positionen dabei.

89 Künstler:innen beteiligen sich in Mittelmark

Das in Potsdam West angesiedelte Atelierhaus Scholle51 wird diesmal seine Pforten nicht öffnen. Die „Schollies“ sind für die Sanierung des Gebäudes soeben ausgezogen. Zum Trost grüßt eine Reminiszenz an das Rechenzentrum von der Fassade: Banner, die an die Lisenen erinnern - eine solidarische Geste.

Auch im Landkreis Potsdam-Mittelmark präsentieren 89 Künstler:innen ihre Arbeit - am gesamtem Wochenende. In 51 Ateliers lassen sie sich über die Schulter schauen. An einigen Orten gibt es Musik, Essen und Literatur. So liest Autorin Eva im Atelier Anna Adam in Wittbrietzen am Samstag um 16 Uhr und Anette Starfinger sowie Helma Hörath am Sonntag um 14.30 Uhr und 15.30 Uhr in der Künstlerinnengemeinschaft „blutorangen“ in Teltow, begleitet von Musik an der Harfe. Ein Benefizkonzert für die Ukraine veranstaltet Frauke Schmidt-Theilig in ihrem Teltower Atelier im Mattausch-Haus. 

Das gesamte Programm: www.potsdam.de/tag-der-offenen-ateliers-potsdam

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