• Galerie Sperl zieht in die Innenstadt: „Wir wollen etwas Neues versuchen“

Galerie Sperl zieht in die Innenstadt : „Wir wollen etwas Neues versuchen“

Der Neuanfang in der Brandenburger Straße geht mit dem 30. Geburtstag der Galerie einher. Am neuen Standort hofft Ursula Sperl auf mehr Laufpublikum.

Ursula und Rainer Sperl (Archivfoto).
Ursula und Rainer Sperl (Archivfoto).Foto: Ronny Budweth

Potsdam - Die Galerie Sperl zieht erneut um. Zum 1. August will das Galeristenpaar Ursula und Rainer Sperl neue Räumlichkeiten in der Brandenburger Straße 40 beziehen. Der Grund ist, dass der von vorneherein auf drei Jahre befristete Vertrag am aktuellen Standort in der Schopenhauerstraße 27 auslaufe, teilte Ursula Sperl mit.

„Wir müssen nicht nur umziehen, wir wollen auch“, sagt die Galeristin. „Wir wollen noch einmal etwas Neues versuchen.“ Zudem sei der alte Standort seit Umbauten im Haus von zwei auf einen Raum geschrumpft und somit zu klein. Der neue Ort bietet hingegen 120 Quadratmeter. Und er liegt zentraler als der bisherige. „Hier ist es schon sehr still“, sagt Ursula Sperl über die Lage am Park Sanssouci. In der Brandenburger Straße hofft sie auf mehr Laufpublikum.

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Der Neuanfang geht mit dem 30. Geburtstag der Galerie einher. Dieser hätte eigentlich schon im April gefeiert werden müssen – allerdings stand damals pandemiebedingt jeder Ausstellungsbetrieb still. Die Geburtstagsfeier soll in Form einer neuen Ausstellung dann im Oktober nachgeholt werden, „wenn alle Masken gefallen sind“. Insofern es die Pandemie erlaube, soll eine Ausstellung mit allen Künstler:innen stattfinden: Jeder und jede sei eingeladen, sich mit einem neuen Werk daran zu beteiligen, so Sperl.

Sechster Umzug der Galerie

Der anstehende Umzug ist der sechste in der Geschichte der Galerie. Die längste Zeit, ingesamt 18 Jahre, war sie im Holländischen Viertel zuhause gewesen. Es folgten unter anderem vier Jahre in der Wilhelm-Staab-Straße 10 und weitere vier im Erdgeschoss der Fachhochschule am Alten Markt. Dort zog das Galeristenpaar 2017 aus.

Den neuen Standort in der Brandenburger Straße, zwischen Internationalem Buch und Bassinplatz gelegen, wollen sie vorerst für ein Jahr testen – „und wenn wir es tragen können, bleiben wir gerne länger“, sagt Ursula Sperl. Am neuen Ort wird zunächst weiter die Schau „Neue Arbeiten von Künstlern der Galerie“ zu sehen sein. Dort werden Werke unter anderem von Alexander Gutsche, Hans Hendrik Grimmling, Ulrike Hogrebe, Moritz Götze, Wolf-Dieter Pfennig und Stephan Velten gezeigt. Die Schau war von Dezember bis Mai pandemiebedingt nicht zu sehen. les

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