• Die Neuen am Hans Otto Theater: Potsdam, ein metaphysisches Gruseln

Die Neuen am Hans Otto Theater : Potsdam, ein metaphysisches Gruseln

16 neue Schauspieler bringt die neue Intendantin Bettina Jahnke mit ans Hans Otto Theater. Wir stellen sie in Kurzporträts vor – mit drei Fragen zu Lieblingstexten, Wunschrollen – und Potsdam. Vorhang auf für Andreas Spaniol

Neu im Ensemble des Hans Otto Theaters: Andreas Spaniol
Neu im Ensemble des Hans Otto Theaters: Andreas SpaniolFoto: Thomas M. Jauk


Andreas Spaniol, was ist der beste Satz, den Sie je auf einer Bühne sagen durften?

„Zwei kurze Abendstunden hingegeben, um einen hellen Sommertag zu retten.“

(Marquis Posa in Schillers „Don Carlos“auf die Frage, was er getan habe)

Welchen Satz würden Sie gerne mal sagen?

„...Das Volk ist länger nicht zu bändigen!“

(Kent in Schillers „Maria Stuart“)

Welcher Satz fällt Ihnen zu Potsdam ein? 

Kernsaniert, unter klarblauem Himmel, ein gewisses metaphysisches Gruseln ob der Geschichte, die einem hier an jeder Straßenecke begegnet.


Andreas Spaniol wurde 1971 in Illingen im Saarland geboren. Nach einer Berufsausbildung zum Elektromechaniker absolvierte er sein Schauspielstudium an der Hochschule der Künste in Bern. Sein erstes Engagement führte ihn ans Stadttheater Trier. Anschließend gastierte er unter anderem am Theater an der Ruhr und dem Ernst-Deutsch-Theater Hamburg. Von 2001 bis 2012 gehörte er der Truppe „Plasma“ aus Zürich an, mit der er an zahlreichen internationalen Festivals teilnahm, unter anderem dem „Fadjr Festival“ in Teheran, den Wiener Festwochen, dem Impulse Festival und dem „Baltic Circle“ in Helsinki. Von 2013 bis 2018 war Andreas Spaniol unter der Intendanz von Bettina Jahnke am Rheinischen Landestheater in Neuss engagiert und verstärkt mit Beginn der Spielzeit 2018/19 das Ensemble des Hans Otto Theaters. Sein Potsdam-Debut gibt er am 6. Oktober in "Der gute Mensch von Sezuan". Ab 27. Oktober spielt er die Titelrolle "Othello".