• Antrag im Kulturausschuss: Linke will Miete des Kreativquartiers grundbuchlich sichern

Antrag im Kulturausschuss : Linke will Miete des Kreativquartiers grundbuchlich sichern

Eine Kaltmiete von neun Euro verspricht das Nutzungskonzept des Berliner Architekturbüros Glockenweiß für das neue Kunst- und Kreativzentrum - die Linke will das ins Grundbuch eintragen lassen. 

Auf der Brache soll das neue Kreativquartier entstehen.
Auf der Brache soll das neue Kreativquartier entstehen.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die Linke will die Miete von neun Euro im neuen Kunst- und Kreativquartier in der Innenstadt festschreiben lassen. Einen entsprechenden Antrag legte der Stadtverordnete Hans-Jürgen Scharfenberg am Donnerstagabend im Kulturausschuss vor. Das Kunst- und Kreativquartier soll wie berichtet als Ersatz für das Rechenzentrum fungieren. Bis Ende 2023 müssen die Künstler von dort in ihr neues Refugium ziehen – der marode DDR-Block steht bekanntlich dem möglichen Wiederaufbau des Kirchenschiffes der Garnisonkirche im Weg.

Das Berliner Architekturbüro Glockenweiß soll das Kreativquartier in Potsdams Mitte gestalten, die Stadtverordneten sollen dem vorliegenden Vorschlag Ende Januar zustimmen. Das Nutzungskonzept sieht vor, 6950 Quadratmeter Nutzfläche zu einer Anfangs-Kaltmiete von neun Euro pro Quadratmeter zu vergeben. So würden weit mehr bezahlbare Flächen für die Kunst- und Kreativwirtschaft verfügbar, als in der Ausschreibung für das Quartier gefordert wurde. Insgesamt sollen 18.400 Quadratmeter Geschossfläche entstehen. 

Antrag soll im Hauptausschuss beraten werden

Die Linke fordert nun in einem ersten Punkt des Änderungsantrages, die vorgesehene Grundfläche, den Mietpreis sowie die Gesamtquadratmeteranzahl grundbuchlich zu sichern. Scharfenberg nannte den Änderungsantrag am Donnerstagabend eine zusätzliche Absicherung. Dieser erste Punkt des Antrags soll nun im Hauptausschuss beraten werden. 

Der zweite Punkt des Antrages fordert einen jährlichen Bericht „über die Vermietungssituation und über den Anteil der mietpreislich gebundenen Nutzung unter Angabe der konkreten Flächen“ durch den Oberbürgermeister. Diese Berichterstattung soll nach dem ersten Jahr der Vermietung beginnen und nach Ablauf der zwanzigjährigen Bindungsfrist fortgesetzt werden. Diesen zweiten Punkt befürworteten die Aussschussmitglieder. Insgesamt wurde der Beschluss zum neuen Kunst- und Kreativzentrum mit fünf Stimmen dafür, einer dagegen und einer Enthaltung befürwortet.