• Wetter am Wochenende: Frostig, aber auch sonnig in Brandenburg

Wetter am Wochenende : Frostig, aber auch sonnig in Brandenburg

Ein klarer Himmel und Sonnenschein locken am Wochenende in Teilen Brandenburgs zu einem Winter-Spaziergang. Auf der Oder stehen die Eisbrecher bereit.

Inga Jahn Gudrun Janicke
In Potsdam bleibt es am Wochenende winterlich kalt.  
In Potsdam bleibt es am Wochenende winterlich kalt.  Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Das Wochenende in Brandenburg und Berlin wird zwar weiterhin frostig, jedoch in strahlenden Sonnenschein getaucht. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitagmorgen mitteilte, kann vielerorts spätestens am Sonntag mit klarem Himmel und Sonnenschein gerechnet werden. Der Freitag bleibt zunächst jedoch bewölkt. Lediglich im Nordwesten scheint die Sonne schon durch die Wolkendecke. In der Uckermark kann es vereinzelt noch zu Schnee kommen. Die Temperaturen liegen zwischen minus fünf und minus einem Grad. In der Nacht kann es sich bis auf minus 19 Grad abkühlen.

Auch am Samstag hängen vor allem von der Uckermark bis in die Niederlausitz Wolken am Himmel. In den anderen Regionen kommt die Sonne bereits zum Vorschein. Den Meteorologen zufolge liegen die Temperaturen bei bis zu minus sechs Grad. In der Nacht zu Sonntag ziehen gebietsweise Nebelfelder auf. Diese lösen sich jedoch bereits am Morgen auf und machen Platz für viel Sonnenschein. Die Temperaturen liegen zwischen minus drei und null Grad.

Eisbrecher für die Oder stehen bereit

Die deutsch-polnische Eisbrecherflotte für die vereiste Oder steht bereit. Doch die Schiffe starten erst, wenn die Temperaturen über null Grad liegen, sagte Regina Jeske, Einsatzleiterin beim Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Eberswalde (Barnim), auf Anfrage.

Eisschollen, sogenannte Brieger Gänse, treiben stromabwärts auf dem deutsch-polnischen Grenzfluss Oder.
Eisschollen, sogenannte Brieger Gänse, treiben stromabwärts auf dem deutsch-polnischen Grenzfluss Oder.Foto: dpa

Langsam schieben sich derzeit die Treibeisschollen zusammen und schichten sich auf. „Das sieht zum Teil wie ein Schuppenpanzer aus“, sagte Jeske. Dazwischen sei noch das fließende Gewässer zu sehen. Bei Nachtfrösten frieren die Platten zusammen, bei milderen Temperaturen können sie wieder tauen. Derzeit sei das an der Oder bei Schwedt bereits zu sehen. Von dort schiebe sich das Eis flussaufwärts Richtung Frankfurt (Oder).

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In Hohensaaten stehen die sechs Brandenburger Eisbrecher. Sie werden gewartet und gepflegt. Nach dem Startsignal - in Absprache mit den polnischen Kollegen - fahren sie Richtung Stettin, sagte Jeske. Von dort gehe es dann gemeinsam auf der Oder entlang Richtung Ratzdorf und Frankfurt, um den Fluss frei zu halten.

Schwierig kann es werden, wenn in den Gebirgsregionen auf polnischer und tschechischer Seite die Schneeschmelze einsetzt. Sind die Oder und ihre Nebenflüsse durch Eis blockiert, kann das Wasser nicht richtig abfließen - die Folge: Hochwassergefahr.

Wegen der milden Winter waren zuletzt 2018 Eisbrecher auf der Oder unterwegs. Sie halten durch ihre Fahrt die Eisschollen in Bewegung, die dann in die Ostsee abfließen sollen. (dpa)

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