• Trotz Corona-Pandemie: Wieder weniger Arbeitslose in Brandenburg

Trotz Corona-Pandemie : Wieder weniger Arbeitslose in Brandenburg

Der Brandenburger Arbeitsmarkt erholt sich. Unternehmen stellen wieder mehr Personal ein. Die Coronakrise wird aber noch lange spürbar sein.

Burkhard Fraune
Die Arbeitslosenquote in Brandenburg liegt bei 6,1 Prozent.
Die Arbeitslosenquote in Brandenburg liegt bei 6,1 Prozent.Foto: dpa

Berlin - Die neuen Corona-Schutzmaßnahmen treffen den Brandenburger Arbeitsmarkt mitten in einer Erholungsphase. Im Oktober sank die Arbeitslosigkeit zum dritten Mal in Folge, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. 81 221 Frauen und Männer waren auf der Suche nach Arbeit, 1824 weniger als im September.

„Die Corona-bedingten Verwerfungen fängt der Arbeitsmarkt zunehmend auf - auch dank Kurzarbeit“, sagte der Leiter der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Bernd Becking. Im Juli waren gut 48 000 Brandenburger in Kurzarbeit. „Trotz der konjunkturellen Risiken infolge der Corona-Pandemie haben Unternehmen wieder mehr Personal eingestellt.“

Coronakrise noch lange spürbar

Dennoch hat die Coronakrise den Arbeitsmarkt um Jahre zurück geworfen. Verglichen mit dem Oktober 2019 gab es in Brandenburg 8840 zusätzliche Arbeitslose. Die Quote liegt nun bei 6,1 Prozent, das sind 0,7 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr und der schwächste Oktober-Wert seit 2017.

Die Unsicherheit werde noch Monate anhalten, sagte Becking. Betroffen seien besonders Beschäftigte im Tourismus, im Hotel- und Gaststättengewerbe, in weiteren Dienstleistungsbereichen sowie viele Soloselbstständige. „Die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt wird stark davon abhängen, inwieweit es gelingt, die Pandemie einzudämmen. Dazu kann und muss jeder und jede durch die Einhaltung der Regeln beitragen.“

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Nicht als Arbeitslose gezählt werden Erwerbslose, die sich etwa weiterqualifizieren oder die kurzfristig arbeitsunfähig sind. Rechnet man sie hinzu, sind 105 220 Brandenburger ohne Arbeit. Auch diese sogenannte Unterbeschäftigung sank verglichen mit dem September, lag im Oktober aber um knapp 3600 höher als vor einem Jahr. (dpa)

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