• Tesla-Gigafabrik in Grünheide: Schutzgemeinschaft stellt Forderung für Rodungen

Tesla-Gigafabrik in Grünheide : Schutzgemeinschaft stellt Forderung für Rodungen

Nach Einschätzung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist die Wald-Rodung für die geplante Tesla-Fabrik vertretbar. Die Umweltschützer stellten aber Bedingungen.

Oliver von Riegen
Die Tesla-Fabrik soll in einem großen Waldgebiet im Kreis Oder-Spree entstehen.
Die Tesla-Fabrik soll in einem großen Waldgebiet im Kreis Oder-Spree entstehen.Foto: dpa

Eberswalde - Die Rodung von Wald für die geplante Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla in Grünheide bei Berlin ist nach Einschätzung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Brandenburg vertretbar. Die Umweltschützer stellten aber Bedingungen. „Bei richtiger Kompensation lassen sich Wälder schaffen, die zukünftigen Klimaereignissen besser gewappnet sind als der jetzige Kiefernforst“, teilte der Vorsitzende Gregor Beyer am Dienstag in Eberswalde mit. Was sich zum Ausgleich verbiete, seien jedoch „fach- und ortsferne Naturschutzspielwiesen“.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ließ eine Verbandsklage offen, falls die zuständige Behörde den Ausgleich der Waldrodungen nicht befriedigend löse oder Tesla den gesetzlichen Aufgaben und Forderungen der Neuaufforstung nicht nachkomme.

90 Hektar Wald sollen gerodet werden

Tesla will in Grünheide im Kreis Oder-Spree ab Sommer nächsten Jahres E-Autos herstellen. Für die Fabrik geht es um eine Fläche von bis zu 300 Hektar, zunächst sollen dort 90 Hektar Wald gerodet werden. Nach Angaben der Brandenburger Landesregierung will der Autobauer das Dreifache der Fläche wieder aufforsten - wo, ist bisher offen.

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Die Freien Wähler im Landtag werteten Äußerungen von Tesla-Chef Elon Musk zum Umweltschutz positiv. Sie forderten aber, dass das Unternehmen auf Sorgen der Bürger Rücksicht nimmt. Musk hatte am vergangenen Wochenende über Twitter geschrieben, die Fabrik „wird absolut unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und der Umwelt entwickelt“. Freie-Wähler-Fraktionschef Péter Vida sagte am Dienstag: „Wir fordern, dass neben diesen überstrahlenden Zielsetzungen, die ja sehr weltpolitisch anmuten, ganz konkret das Mikroklima und die Betroffenheit vor Ort immer im Blick gehalten wird.“ (dpa)

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