• Spremberg: Anschlag auf das Bürgerbüro von Ministerpräsident Woidke

Spremberg : Anschlag auf das Bürgerbüro von Ministerpräsident Woidke

Auf das Bürgerbüro von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Spremberg ist ein Anschlag verübt worden. Woidke hatte zuvor die Vorgänge in Nauen und Heidenau scharf verurteilt.

Die Fensterscheiben von Woidkes Bürgerbüro in Spremberg sind eingeschlagen worden.
Die Fensterscheiben von Woidkes Bürgerbüro in Spremberg sind eingeschlagen worden.Foto: B. Stelley

Spremberg - In der Nacht zu Freitag ist ein Anschlag auf das Bürgerbüro von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Spremberg verübt worden. Wie der rbb berichtet, warfen Unbekannte dort die Fensterscheiben mit Steinen ein und beschädigten Plakate, die Woidkes Gesicht zeigen.

SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese, der mit Woidke das Büro in Spremberg betreibt, sprach von einem politischen Anschlag. Er sei mit Sicherheit im Zusammenhang mit der klaren Positionierung in der Flüchtlingspolitik der Sozialdemokraten zu sehen, sagte er dem rbb.

Nauen, Freital, Heidenau: Woidke findet klare Worte

Denn Dietmar Woidke fand nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen in der Nacht zu Dienstag deutliche Worte. Er forderte am Dienstag außerdem einen "Aufstand der Anständigen" und appellierte an die Brandenburger: "Setzen Sie Zeichen der Mitmenschlichkeit. Distanzieren Sie sich vom fremdenfeindlichen Mob." Die rot-rote Landesregierung lobte nun eine Belohnung von 20 000 Euro für Hinweise auf den oder die Täter aus, denn bislang gibt es noch keine Hinweise.

 

 

Außerdem äußerte sich der Ministerpräsident deutlich nach den Ausschreitungen in Heidenau und Freital. "Die ungeheuerlichen Ausschreitungen der Rassisten in unserem Nachbarland Sachsen machen mich fassungslos und wütend. Wenn wir verhindern wollen, dass dieser entblößte Hass weiter Kreise zieht, dann müssen wir JETZT Gesicht zeigen und dieser Schande mit aller Entschiedenheit die Stirn bieten – am Gartenzaun, in der ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiative oder im Bundeskanzleramt", schrieb er auf Facebook.

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