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Rechtsextremismus in Brandenburg : Zwischenfall bei NPD-Demo in Nauen

Die rechtsextreme NPD machte am Wochenende in mehreren havelländischen Gemeinden Stimmung gegen Asylbewerber. In Nauen attackierte ein NPD-Funktionär eine Gegendemonstrantin.

Hardy Krüger
Bei allen Stationen der NPD gab es Gegenproteste.
Bei allen Stationen der NPD gab es Gegenproteste.Foto: Danny Frank

Nauen - Knapp vier Wochen nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) machte nun erneut die rechtsextreme NPD in der Stadt gegen Asylbewerber mobil. Die sogenannte Wandermahnwache mit 20 Teilnehmern machte am vergangenen Samstag außerdem noch in Schönewalde-Glien, Brieselang und Wustermark Station. Sie wurde vom havelländischen Kreistagsabgeordneten Michel Müller angemeldet. Überall, wo die NPD aufmarschierte, stellten sich ihnen auch Gegendemonstranten entgegen – in Brieselang waren es sogar über 200.

Zu einem Zwischenfall kam es in Nauen: Offenbar frustriert über die Störaktionen der 30 Gegendemonstranten griff der NPD-Funktionär Gerhard Pitsch aus Halle (Saale) eine Bürgerin an und versuchte, ihr ein „Tolerantes Brandenburg“-Schild zu entreißen. Die Polizei und zwei NPD-Demonstranten schritten ein und verhinderten Schlimmeres.