• Nach Gas-Stopp-Drohung von Putin: Woidke sieht Energieversorgung derzeit nicht in Gefahr

Nach Gas-Stopp-Drohung von Putin : Woidke sieht Energieversorgung derzeit nicht in Gefahr

Trotz Ausrufung des Gas-Notfallplans sieht Brandenburgs Ministerpräsident die Versorgung des Landes weiterhin gesichert.

Oliver von Riegen
Die Gasstationen der Ostseepipeline Nord Stream 1 und der Ferngasleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) in Lubmin. 
Die Gasstationen der Ostseepipeline Nord Stream 1 und der Ferngasleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) in Lubmin. Foto: Stefan Sauer/dpa

Potsdam - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht die Energieversorgung im Land trotz der Ausrufung des Gas-Notfallplans derzeit nicht in Gefahr. „Die Versorgung mit Gas, Benzin und Diesel für Industrie und Privathaushalte in Brandenburg ist weiterhin sicher“, teilte Woidke am Donnerstag in Potsdam mit. „Mit Ausrufung der Frühwarnstufe durch den Bundeswirtschaftsminister verbindet sich zwar ein Appell zum Energiesparen, sie leitet aber keinerlei Einschränkungen seitens des Staates in die Versorgung ein. Unternehmen wie auch Haushalte werden weiterhin beliefert.“ 

Warnung vor tatsächlichem Stopp der Lieferungen

Der Regierungschef warnte allerdings vor einem möglichen Ende der Gaslieferung aus Russland. „Ein Stopp der Lieferungen, egal durch welche Seite veranlasst, hätte erhebliche Einschränkungen für Wirtschaft und Privathaushalte zur Folge“, sagte Woidke. „Dies wäre verbunden mit weiteren erheblichen Kostensteigerungen und Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.“ Deshalb sei das Vorgehen der Bundesregierung umsichtig. „Alle Schritte in Richtung einer größeren Unabhängigkeit von Energieimporten aus Russland sind zu begrüßen, doch ist es ebenso wichtig, dass die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt.“ 

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Mittwoch die Frühwarnstufe als erste von drei Krisenstufen des sogenannten Notfallplans Gas in Kraft gesetzt. Er appellierte an alle Verbraucher, Gas zu sparen, betonte aber, die Versorgungssicherheit sei weiter gewährleistet.

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