Mehr als 200 Brände : Die Waldbrandgefahr in Brandenburg bleibt hoch

In Brandenburg hat es in diesem Jahr bereits mehr als 200 Mal in Wäldern gebrannt. Experten beschreiben die aktuelle Lage als kritisch:

Oliver von Riegen
Feuerwehrleute stehen auf einem Einsatzfahrzeug und spritzen Wasser auf Glutnester in einem Wald bei Jüterbog. 
Feuerwehrleute stehen auf einem Einsatzfahrzeug und spritzen Wasser auf Glutnester in einem Wald bei Jüterbog. Archivbild: Julian Stähle/dpa

Potsdam - Die mehr als 200 Feuer hätten eine Fläche von insgesamt rund 880 Hektar erfasst, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben nur kleine Brände, aber eine hohe Anzahl.“ Dabei seien praktisch alle Landkreise betroffen. Der Experte beschrieb die aktuelle Lage als kritisch. Für diesen Mittwoch erwarte er keine Änderung dieser Situation, sagte Engel.

In Brandenburg gab es 2018 512 Waldbrände

Der größte Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Brandenburg loderte vor einigen Tagen auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog. Bei Jüterbog brannte es auch Anfang Juni, aber laut Engel war nur eine kleine Fläche nahe einem alten Kasernengelände betroffen. Der Brand sei schnell bekämpft worden. 2018, das als außergewöhnliches Waldbrandjahr galt, waren insgesamt 512 Brände auf 1674 Hektar zusammengekommen.

In Brandenburg ist mit seinen Kiefern die Waldbrandgefahr am größten. Ein Zehn-Punkte-Plan soll diesen Sommer gegen Waldbrände helfen. 

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