• Lohnlücke in Brandenburg geringer: Schlechtere Bezahlung von Frauen

Lohnlücke in Brandenburg geringer : Schlechtere Bezahlung von Frauen

Frauen bekommen in Brandenburg pro Stunde rund sechs Prozent weniger für ihre Arbeit bezahlt als Männer. Schmaler Trost: In den meisten anderen Bundesländern ist die Lohnlücke noch größer.

Frauen kassieren oft weniger für ihre Arbeit (Symbolbild)
Frauen kassieren oft weniger für ihre Arbeit (Symbolbild)Foto: Christin Klose/dpa

Berlin/Potsdam - Frauen in Berlin und Brandenburg verdienen weniger als Männer, stehen im bundesweiten Vergleich aber besser da als in vielen anderen Bundesländern. Im Jahre 2020 verdienten Frauen in Brandenburg pro Stunde durchschnittlich 17,18 Euro brutto, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mit. Das waren rund sechs Prozent weniger als der durchschnittliche Stundensatz der Männer von 18,23 Euro. In Berlin war der Unterschied mit rund zehn Prozent etwas größer. Hier erzielten Frauen einen durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 20,37 Euro gegenüber 22,60 Euro bei den Männern.

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Auf den 10. März fällt der sogenannte Equal Pay Day. Er markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Je früher im Jahr er stattfindet, desto näher beieinander sind die Löhne von Frauen und Männern.

Lohnlücke in Brandenburg stagniert 

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ging der sogenannte Gender Pay Gap, also die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in der Hauptstadt von 14 Prozent im Jahre 2015 auf nunmehr zehn Prozent zurück. In Brandenburg stagnierte der Abstand. So lag er 2015 nur bei fünf Prozent, stieg dann 2019 auf sieben Prozent an und ging im vergangenen Jahr wieder auf sechs Prozent zurück.

Im deutschlandweiten Vergleich weist Thüringen mit fünf Prozent die geringste Lohnlücke auf, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern folgen dicht dahinter. Am anderen Ende der Tabelle stehen Baden-Württemberg (23 Prozent), Bremen (22) und Bayern (22). Der bundesweite Durchschnittswert sind 18 Prozent. (epd)

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.