• Kriminalitätsstatistik für Brandenburg: Zahl der Straftaten seit 2009 deutlich gesunken

Kriminalitätsstatistik für Brandenburg : Zahl der Straftaten seit 2009 deutlich gesunken

Die Zahl der Straftaten in Brandenburg ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken. Potsdam und Dahme-Spreewald sind allerdings Ausnahmen von diesem Trend.

Manfred Rey
Die Zahl der Straftaten in Brandenburg ist in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen.
Die Zahl der Straftaten in Brandenburg ist in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen.Foto (Symbolbild): Daniel Maurer/dpa

Potsdam - Die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten in Brandenburg ist von 2009 bis 2018 deutlich zurückgegangen. Sie verringerte sich um etwa 27.600 auf knapp 173.000, was einem Minus von rund 14 Prozent entspricht, wie aus der Antwort des Innenministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht. Für 2019 nannte das Ministerium noch keine Zahlen. Wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte, sei aber auch für das vergangene Jahr ein Rückgang der Kriminalität zu erwarten.

Nur in Potsdam und im Landkreis Dahme-Spreewald nahmen die Straftaten um rund 120 auf knapp 16.170 Fälle beziehungsweise um rund 840 auf 15.100 Fälle zu. In allen anderen Landkreisen gingen sie zurück - in der Prignitz und der Uckermark sogar jeweils um gut 29 Prozent.

Einen Anstieg gab es bei den Wohnungseinbrüchen

Im Gegensatz zur allgemeinen Kriminalitätsentwicklung stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche mit Diebstählen im Berichtszeitraum landesweit geringfügig um rund 150 auf 2600. Allerdings unterscheidet die Kriminalitätsstatistik zwischen versuchten und vollendeten Delikten. Die Versuche nahmen von 640 im Jahr 2009 auf rund 1100 im Jahr 2018 zu. Dagegen sanken die vollendeten Einbrüche im selben Zeitraum von rund 1800 auf etwa 1460 Fälle.

Deutlicher Rückgang beim Autodiebstahl

Die Rückgänge beschränkten sich laut Ministerium auf die kreisfreien Städte Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Havelland, Uckermark und - um fast 50 Prozent - auf die Prignitz. Nach Polizeiangaben sind die Gemeinden im Berliner Umland seit Jahren stärker mit Wohnungseinbrüchen belastet als die Gemeinden in der Grenzregion zu Polen. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen nahm im Landesdurchschnitt von rund 28 Prozent auf knapp 19 Prozent ab.

Auch bei den Diebstählen registrierte die Polizei zwischen 2009 und 2018 einen Rückgang um etwa 18.000 Delikte auf rund 62.300. Der Rückgang betrifft auch den Autoklau. Wurden 2009 noch rund 3300 Autos als gestohlen gemeldet, waren es 2018 nur noch 2350. Nur in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße nahmen die Autodiebstähle im Berichtszeitraum von etwa 250 auf 300 beziehungsweise von rund 140 auf knapp 200 zu. (dpa)

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.