• Gewerkschaft: Bodycams und Elektroschocker nötig: Kampfsportler greift vier Beamte an

Gewerkschaft: Bodycams und Elektroschocker nötig : Kampfsportler greift vier Beamte an

Guben/Potsdam - Nach dem gewalttätigen Angriff auf vier Beamte hat der Brandenburger Landesverband der Polizeigewerkschaft mehr Schutz verlangt. Die rot-rote Landesregierung müsse für einen schnellen und flächendeckenden Einsatz von Bodycams – Körperkameras – sorgen, sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPoLG), Peter Neumann, am Samstag. Aus seiner Sicht könnten Gewalttäter dadurch von ihren Taten abgehalten werden. Zudem stünde Videomaterial zur Aufklärung von Straftaten bereit. Außerdem sollte der Einsatz von Elektroschockern in Brandenburg geprüft werden. „Nicht nur, dass die Gewalt gegen Polizeibeamte in den letzten Jahren stark zugenommen hat, auch müssen unsere Kollegen tagtäglich immer häufiger körperliche Attacken gefrusteter Bürger abwehren“, sagte Neumann. Zudem forderte er die Verschärfung des Strafrechts. Jeder körperliche Angriff auf Beamte müsse mit einer Haftstrafe von mindestens sechs Monaten bestraft werden, sagte Neumann.

Am Freitag hatte der verschmähte Ex-Freund einer jungen Frau in Guben (Spree-Neiße) vier Polizisten angegriffen und verletzt. Der 25-Jährige versuchte nach Angaben der Polizeidirektion Süd, in die Wohnung der Frau zu gelangen. Als die Polizisten den Streit schlichten wollten, zog er ein Messer. Der Mann – ein Kampfsportler – griff die Beamten an und schlug auf sie ein. Nur mit Hilfe von Pfefferspray konnten die Beamten den Angreifer überwältigen. Er wurde vorläufig festgenommen. Inzwischen ist er wieder auf freiem Fuß. Die Beamten mussten im Krankenhaus behandelt werden und waren nicht mehr einsatzfähig. PD SÜD]dpa/axf

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