• Gefährlicher Wind: Feuerwehr befürchtet weitere Waldbrände am Nachmittag

Gefährlicher Wind : Feuerwehr befürchtet weitere Waldbrände am Nachmittag

Es ist warm, es ist trocken und windig - eine gefährliche Mischung. Die Feuerwehr rechnet heute in Südbrandenburg mit weiteren Bränden.

Silke Nauschütz
Brandenburgs Wälder sind besonders gefährdet.
Brandenburgs Wälder sind besonders gefährdet.Foto: Julian Stähle/dpa

Cottbus - Die Waldbrandgefahr in Brandenburg bleibt sehr hoch. Das liegt auch am starken Wind, der Feuer nach Angaben der Feuerwehr noch anfacht. Im ganzen Land gilt nun die Waldbrandwarnstufe fünf. Südlich von Neustadt/ Dosse (Ostprignitz-Ruppin) brannte am Dienstagvormittag ein Waldstück auf einer Fläche von bis zu 3000 Quadratmetern. Etwa 30 Einsatzkräfte seien vor Ort, wie eine Feuerwehrsprecherin mitteilte. Der Brand sei unter Kontrolle. Bei Felixsee (Landkreis Spree-Neiße) brannte ein zwei Hektar großes Waldstück. Die etwa 40 Einsatzkräfte hätten den Brand unter Kontrolle gebracht, so ein Sprecher.

Bei Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) waren bereits Montagnacht 4,5 Hektar Fläche in Brand geraten. Bis zum frühen Morgen war das Feuer gelöscht. Von Gründonnerstag bis Dienstagfrüh habe die Feuerwehr damit bereits drei große und rund 40 kleinere Waldbrände in Brandenburg gelöscht, sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel. Bei Jüterbog waren am Montagnachmittag vier Hektar in Brand geraten. Zuvor hatten über zwei Hektar bei Nassenheide gebrannt. Die Brandursachen würden in allen Fälle noch ermittelt, ergänzte Engel. Viele Kommunen hätten aus Sicherheitsgründen auf Osterfeuer verzichtet.

Weitere Brände befürchtet

Für den Nachmittag rechnet die Feuerwehr in Südbrandenburg mit weiteren Bränden. Der momentan starke Wind könne kleinere Feuer anfachen, sagte eine Sprecherin. Brandenburg gilt als das am stärksten durch Waldbrand gefährdete Bundesland in Deutschland. Der Boden ist dort vielerorts besonders sandig und es gibt einen hohen Anteil von Kiefernwäldern.

Kiefernbestände seien gefährdeter, denn Nadelhölzer trockneten mehr aus, sagte Engel. Zudem hätten die ätherischen Öle und Harze der Nadeln eine hohe Brennbarkeit. Auch durch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, die in Brandenburger Wäldern noch häufig liege, können laut Engel Brände ausgelöst werden. Phosphorpatronen etwa, die noch im Boden lägen, seien nach wie vor leicht entzündbar.

Keine Kippen aus dem Fenster werfen

Im vergangenen Jahr hatte es in Brandenburg wegen der langen Trockenheit viele große Brände gegeben. Seit Jahresanfang waren es bereits rund 20.

Der Deutsche Feuerwehrverband warnte davor, brennende Gegenstände in die Natur zu werfen, beispielsweise Zigarettenstummel. Zudem sollte das Auto nicht mit laufendem Motor auf Wiesen oder trockenen Feldern stehen. Gegrillt werden sollte nur an dafür ausgewiesenen Plätzen. (dpa)