• Frauentag am 8. März: Viele Frauen in Brandenburg in prekärer Beschäftigung

Frauentag am 8. März : Viele Frauen in Brandenburg in prekärer Beschäftigung

Viele Frauen befinden sich in schlecht bezahlten Teilzeit- oder Minijobs. Die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten fordert eine stärkere Gleichstellung von Frauen und Männern.  

Die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten fordert eine stärkere Gleichstellung von Frauen und Männern.  
Die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten fordert eine stärkere Gleichstellung von Frauen und Männern.  Foto: Andrea Warnecke/dpa

Potsdam - 67 Prozent aller Beschäftigten in Potsdam, die einen Mini- oder Teilzeitjob haben, sind Frauen, wie die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten für die Region Berlin-Brandenburg (NGG) kurz vor dem Frauentag am 8. März bekanntgab. Im Landkreis Potsdam-Mittelmark seien es sogar 70 Prozent. Dabei berief sich die NGG auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Daher fordert die Gewerkschaft eine größere Anstrengung bei der Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt. In frauendominierten Berufen wie im Service einer Gaststätte oder im Verkauf einer Bäckerei sei die Situation besonders schlimm. In Potsdam-Mittelmark haben laut Zahlen der Arbeitsagentur Frauen 66 Prozent aller Teilzeitstellen im Gastgewerbe.

Oft hätten die Mitarbeiterinnen in Service und Verkauf nur befristete und Teilzeitjobs und würden dazu niedrige Löhne erhalten.  „Die Folge sind geringe Einkommen und im Alter Mini-Renten, die Frauen dann beim Amt aufstocken müssen“, sagte Sebastian Riesner von der NGG. Die NGG fordert die Unternehmen dazu auf, mehr prekäre Jobs in sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen umzuwandeln. Das sei auch das beste Mittel gegen den Fachkräftemangel, so Riesner.

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