• Ernte im Spreewald durch Frost verzögert: Die Gurken kommen später ins Glas

Ernte im Spreewald durch Frost verzögert : Die Gurken kommen später ins Glas

Lübben - Das berühmteste Produkt des Spreewaldes lässt in diesem Jahr auf sich warten: Die Spreewaldgurken-Ernte verzögert sich. Voraussichtlich in der zweiten Junihälfte wird die Saison starten, wie der Spreewaldverein, in dem die Anbauer organisiert sind, in Lübben (Dahme-Spreewald) auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Normalerweise geht es Mitte Juni los, zum Teil gab es auch schon Jahre, in denen bereits Anfang Juni geerntet werden konnte. Als Grund nannte der Verein Frostnächte im Frühjahr, die einen Teil der Pflanzen zerstört hätten. Die Bauern mussten also später nachpflanzen.

Heftig traf es zum Beispiel die Agrargenossenschaft Unterspreewald in Märkische Heide (Dahme-Spreewald). Rund 70 Prozent des Bestandes musste nachgepflanzt werden, wie es von dem Betrieb hieß. Selbst jetzt sei man noch damit beschäftigt. Ob sich der spätere Erntestart auf den Ertrag der Gurken auswirken wird, sei indes noch nicht absehbar, hieß es vom Spreewaldverein. Allein ein verzögerter Start lasse noch keine Rückschlüsse zu. Es komme vor allem auf das Wetter im Verlauf der Erntezeit an, die sich nun eventuell nach hinten verschieben wird.

Im vergangenen Jahr holten die Anbaubetriebe etwa 29 000 Tonnen Einlege- und Schälgurken von den Spreewälder Feldern, die eine Größe von rund 500 Hektar erreicht haben. Das war etwas weniger als 2015 (rund 31 000 Tonnen). Der Spreewald ist das zweitgrößte Anbaugebiet für Gurken in Deutschland. In Bayern gibt es noch größere Felder. Seit 1999 ist die Bezeichnung Spreewald-Gurke von der EU geschützt. Das bedeutet, dass nur Gurken aus dieser Region so genannt werden dürfen. dpa

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.