• Ermittlungen nach tödlichem Unfall auf A10: Wochenende mit sieben Verkehrstoten

Ermittlungen nach tödlichem Unfall auf A10 : Wochenende mit sieben Verkehrstoten

Potsdam - Sieben Menschen sind bei Verkehrsunfällen am Wochenende in Brandenburg getötet und 126 weitere verletzt worden. Von Freitag bis Sonntag gab es 490 Unfälle, wie die Polizei am Montag in Potsdam mitteilte. Zum folgenschwersten Unfall war es am Freitagnachmittag auf dem Berliner Ring A10 am Ahrensfelder Dreieck (Barnim) gekommen. Dort fuhr ein Kleintransporter auf einen Lastwagen auf. Sechs Insassen – drei Frauen im Alter von 15, 30 und 61 Jahren und drei Männer zwischen 18 und 36 Jahren – kamen ums Leben. Der 27-jährige Fahrer und ein 25 Jahre alter Beifahrer wurden schwer verletzt.

Auch Tage nach dem Unfall hat die Polizei noch keinen Hinweis auf die Unglücksursache. Der schwer verletzte Fahrer des Kleintransporters sei ins künstliche Koma versetzt worden, weil sich sein Zustand am Wochenende verschlechtert habe, sagte Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß am Montag. Auf absehbare Zeit könne der 27-Jährige nicht zum Hergang des Unfalls befragt werden. So ist weiterhin unklar, ob möglicherweise Unachtsamkeit zu dem tragischen Unglück führte. Auch die Untersuchungen an dem völlig zerfetzten Fahrzeug auf einen möglichen technischen Defekt dauern an. Unterdessen haben Rechtsmediziner in Potsdam mit der Identifizierung der Toten begonnen, wie eine Sprecherin des brandenburgischen Innenministeriums berichtete. Eindeutig identifiziert sei bislang aber nur der Fahrer, sagte die Sprecherin.

Tödlich verunglückte in der Nacht zum Sonntag auch ein Radfahrer in Spremberg (Spree-Neiße). Der 55-Jährige Radfahrer blieb mit seiner Pedale an einem Verkehrsschild hängen und stürzte. Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen zu. Er starb nach Angaben der Polizei in Potsdam am Sonntag im Krankenhaus. dpa