Brandenburg : Eltern starten Petition für bessere Kitas

Sie fordern, dass das 25 Jahre alte Kitagesetz neu gefasst und Kitafinanzierung klar geregelt wird. Der Landeselternbeirat hat am Freitag eine Petition gestartet.

Foto: Rainer Jensen/dpa

Potsdam - Kurz vor der Landtagswahl am 1. September erhöhen Brandenburger Eltern den Druck im Kampf für bessere Kitas. Am Freitag gab der Landeselternbeirat in Potsdam den Startschuss für eine Petition mit dem Titel "Worauf warten? Mehr Qualität und Beitragsfreiheit jetzt!". Unterstützt wird die Petition von allen Kita-Elternbeiräten der Kreise und kreisfreien Städte sowie dem Awo-Bezirksverband Potsdam. 

Zwar hätten sämtliche Parteien in ihren Wahlprogrammen die Kitas berücksichtigt und eine Abschaffung der Kitaelternbeiträge angekündigt - wann das umgesetzt worden soll, sei aber nicht klar, so Landeselternsprecher Danilo Fischbach. Die Eltern fordern unter anderem, dass das 25 Jahre alte Kitagesetz in Brandenburg, das mehrmals angepasst wurde, neu gefasst wird und die Finanzierung von Kitas klar geregelt wird. Die teils intransparenten, von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlichen Beiträge hatten dazu geführt, dass Eltern vor Gericht zogen. Das Thema Kita dürfe aber nicht der Justiz überlassen werden.

Der Landeselternbeirat.
Der Landeselternbeirat.Foto: Marion Kaufmann

Erzieherausbildung soll neu aufgestellt werden

Die Eltern fordern in ihrer Petition aber nicht nur komplett beitragsfreie frühkindliche Bildung, sondern auch Qualitätsverbesserungen in den Einrichtungen. Dafür müsse die Erzieherausbildung neu aufgestellt und die Ausbildungsgebühren für Erzieher abgeschafft werden, so Landeselternsprecherin Catharina Kahl. Auch wohnortnahe Betreuungsplätze müssten überall im Land sichergestellt werden.

"Qualität und Beitragsfreiheit der Kitas dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden", so die Potsdamer Awo-Chefin Angela Schweers. 

Damit die Petititon dem neuen Landtag vorgelegt wird, müssen die Initiatoren 8700 Unterschriften aus Brandenburg sammeln. In den Kitas sollen Unterschriftenlisten ausgelegt werden. Unter www.worauf-warten-brandenburg.de ist auch eine Online-Unterstützung möglich.