• Elektroautohersteller in Grünheide: Tesla kann Rohbau für Fabrik vorzeitig starten 

Elektroautohersteller in Grünheide : Tesla kann Rohbau für Fabrik vorzeitig starten 

Die abschließende Genehmigung für die Fabrik fehlt noch, aber Brandenburg hat weitere vorzeitige Arbeiten genehmigt. Bis 3. September können Bürger noch Einwände gegendas Projekt einreichen. 

In Grünheide bei Berlin sollen ab Juli 2021 maximal 500 000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band rollen.
In Grünheide bei Berlin sollen ab Juli 2021 maximal 500 000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band rollen.Foto: ZB

Grünheide - Der US-Elektroautohersteller Tesla kann mit dem Fundament und dem Rohbau für seine Fabrik in Grünheide loslegen - auch wenn die komplette umweltrechtliche Genehmigung noch aussteht. Das Brandenburger Landesumweltamt habe grünes Licht für weitere Arbeiten mit einem vorzeitigen Beginn gegeben, teilte das Umweltministerium am Dienstag in Potsdam mit. Damit könne das Unternehmen Gründungs- und Fundamentarbeiten sowie Erd- und Rohbauarbeiten vornehmen und Verkehrsflächen errichten.

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In einem Jahr - ab Juli nächsten Jahres - will Tesla in Grünheide mit der Produktion starten und möglichst bald 500 000 Fahrzeuge pro Jahr herstellen. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung für die Fabrik durch das Land Brandenburg steht noch aus, deshalb unternimmt Tesla jetzige Arbeiten auf eigenes Risiko und beantragt vorzeitige Genehmigungen. Tesla hat bereits 90 Hektar Kiefernwald auf dem 300-Hektar-Areal gerodet und den Boden für das Baufeld planiert. Weitere Rodungen sind geplant, aber nicht für die aktuellen Arbeiten.

Bereits mehr als 370 Einwände gegen das Projekt 

Die Genehmigung umfasst nach Angaben des Umweltministeriums keine Arbeiten oberhalb geplanter Pfahlgründungen sowie Bauteile und Leitungen unterhalb des Grundwasserleiters. Ein Grundwasserleiter ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der Grundwasser leiten kann. Tesla muss für die Zulassung der Fundament- und Rohbauarbeiten Auflagen zum Gewässerschutz und zur Vermeidung von Staub und Lärm einhalten. Umweltschützer befürchten mit dem Bau der Fabrik negative Auswirkungen auf die Natur, zum Beispiel auf das Grundwasser.

Bisher gingen mehr als 370 Einwände gegen das Projekt beim Land ein. Tesla reichte vor einigen Tagen einen aktualisierten Antrag auf Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beim Land Brandenburg ein. Deshalb können Bürger noch bis zum 3. September neue Einwände erheben. Für den 23. September ist in Erkner eine öffentliche Anhörung geplant.
 

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