• Deutliche Steigerung: In Brandenburg sind mehr als 17.000 kleine Waffenscheine registriert

Deutliche Steigerung : In Brandenburg sind mehr als 17.000 kleine Waffenscheine registriert

Ende 2019 waren in Brandenburg mehr als 17.000 kleine Waffenscheine registriert. Vor fünf Jahren waren es deutlich weniger. Auch die Zahl der Waffenbesitzer ist gestiegen.

Manfred Rey dpa
In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Waffenbesitzer in Brandenburg deutlich gestiegen.
In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Waffenbesitzer in Brandenburg deutlich gestiegen.Foto: dpa

Potsdam - Die Zahl der kleinen Waffenscheine in Brandenburg hat sich seit 2014 deutlich erhöht. Ende 2019 waren nach Angaben des Polizeipräsidiums Brandenburg 17.477 kleine Waffenscheine registriert, knapp 11.000 mehr als vor fünf Jahren. Die Zahl der Waffenscheine stieg im selben Zeitraum von 87 auf 105. Kleine Waffenscheine werden für Signal-, Reizgas- und Schreckschusswaffen ausgestellt.

Die Angaben entstammten einer Statistik des Nationalen Waffenregisters (NWR) beim Bundesinnenministerium, die erst seit 2014 geführt werde, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. In den fünf Jahren seit Bestehens des Registers nahm die Zahl der Waffen- und Waffenteile in Brandenburg von 121.800 auf aktuell mehr als 139.300 zu. 

Mehr als 10.000 Menschen besitzen Sportschützen-Waffenschein

Ende 2019 gab es in Brandenburg laut NWR rund 27.500 Waffenbesitzer, etwa 1600 mehr als fünf Jahre zuvor. Über einen Sportschützen-Waffenschein verfügten 2019 etwa 11.300 Menschen, 2014 waren es 9650.

Bis Ende des vergangenen Jahres hatte die Polizei in Brandenburg 1024 waffenrechtliche Genehmigungen zurückgezogen. Fünf Jahre zuvor waren es 84. Bei diesen Zahlen handelt es sich um die Addition aller widerrufenen oder zurückgenommenen Erlaubnisse zum Ende eines Jahres. Die Angaben geben keine Auskunft über die Zahl für das jeweilige Jahr. 

Eine Statistik über die Gründe für den Entzug der Waffenscheine werde im NWR nicht geführt, sagte die Sprecherin. In den meisten Fällen sei eine Genehmigung nach einer strafrechtlichen Verurteilung widerrufen worden. (dpa)      

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